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08. März 2017

Leistungen des SWV sind enorm

Verein kümmert sich um Wanderwege, Natur, Kultur und mehr.

  1. Der Vorstand des Schwarzwaldvereins (von links): Antonia Kramer-Diem, Daniel Bartel, Rosemarie Lohrmann, Veronika Keller, Martin Junginger, Hubert Kramer, Jutta Binner-Schwarz, Gerhard Schwarz, Manuela Würth, Engelbert Klösel, Antonia Albrecht, Max Bühler, Fritz Hodler, Herbert Wiesmann, Gerhard Kehl. Es fehlt Beirätin Elsa Jännicke auf dem Bild. Foto: Andreas Mahler

STÜHLINGEN. Der Schwarzwaldverein Stühlingen zeichnete sich 2016 durch ein vielfältiges Programm aus. Die satzungsgemäßen Aufgaben, sprich die Organisation von Wanderungen, der Naturschutz und die Heimatpflege, standen im Vordergrund – daneben die Hege des Schürgartens, Gartenexkursionen, Ausstellungen, Lesungen, Führungen, Bootsfahrten, Radtouren und Feste in der Schür.

Wenn die Hauptversammlung ansteht, wird die Rechenschaft über das vergangene Jahr zum Mammutprogramm. Jutta Binner-Schwarz moderierte vor fast 100 Mitgliedern den Abend.

Anton Fischer, Vorstand für die Wandersparte, fasste die Aktivitäten in drei Zahlen zusammen. Bei 56 Wanderungen hatten 781 Teilnehmer insgesamt 720 Kilometer zurückgelegt. Höhepunkt war die Wanderwoche rund um die Partnerstadt Bellême mit eindrücklicher Heckenlandschaft und den Schlossanlagen. Ein weiterer Höhepunkt war das "Gipfeltreffen" in Rothaus, zu dem der Hauptverein aus Freiburg anlässlich des Brauereijubiläums geladen hatte. Eine 200-köpfige Wanderschar wurde von Stühlinger Wanderführern über den Schlüchtsee zur Brauerei geführt. Anton Fischer, der seit 2008 im dreiköpfigen Vorstandteam aktiv war, gab mit seinem Resümee seinen Abschied aus dem Vorstand bekannt. Jutta Binner-Schwarz hielt eine erinnerungs- und bilderreiche Laudatio. Fischer, insgesamt 34 Jahre im Beirat und

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Vorstand tätig, war unermüdlicher Wanderer, versierter Kartenleser, Wanderwege-Instandsetzer, Renovierungsfachmann beim Ausbau der Schür, Ausstellungsmacher bei "Steinreich", Kochkünstler bei den Schür-Menüs, Mitorganisator des 125-jährigen Jubiläums. Joachim Weidler, der an diesem Abend den Hauptverein vertrat, würdigte ihn im Grußwort.

Wegewart Gerhard Kehl berichtete, dass 2016 über 420 Kilometer Wanderwege hergerichtet wurden. Schneebruch oder Orkane brachten keine zusätzlichen Arbeitsbelastungen. Aber die Betreuung des Schluchtensteigs sei immer aufwendig und ohne die tatkräftige Arbeit von Karl "Fuzzy" und Florian Dößerich kaum zu bewältigen.

SWV-Mitglieder sind auf vielen Ebenen aktiv

Antonia Kramer-Diem überblickte die Aktivitäten in der Schür. Im Mai fand die Ausstellung "Tierische Zeiten" statt und danach im Juli die Bewirtung am Städtlefest mit der Ausstellung des Kunstvereins. Im September gab es zeitgleich die Ausstellung "40 Jahre Stühlingen" von Cees van Rutten, die Gartentage, die Sagen-Buchvorstellung von Emil Kümmerle und zum Abschluss das Fest-Menü. Kramer-Diem erinnerte auch an das unerquickliche Thema des Kahlschlages an der Wutach, gegen den der Schwarzwaldverein zwar erfolgreich protestierte – aber das abgeholzte Naturschutzgebiet mit seiner einzigartigen Vielfalt sei unwiederbringlich verloren.

Matthias und Melanie Blattert gaben einen Überblick über die Biotoppflege. Hubert Kramer erzählte über die Bootsgruppe, die eine einwöchige Tour auf der Moldau mit Zielort Budweis besonders begeisterte. Engelbert Klösel, zuständig für die Denkmalpflege, hatte in Eigenregie die Rekonstruktion der früheren Bewässerungsanlage im Sulzfeld mit einer Info-Tafel versehen. Jutta Binner-Schwarz, zuständig für die Kultur, illustrierte die bereits erwähnten Events und zeigte, dass ihre Feierabendspaziergänge immer historischen und naturkundlichen Gewinn einbringen. Last, but not least referierte Margrietta Dankers über die Aktionen mit der Kindergruppe.

Danach gab Buchhalterin Rosemarie Lohrmann den Überblick über die Finanzen. Der Vereinskasse blieb ein Überschuss, bei der Schürkasse hielten sich Einnahmen und Ausgaben die Waage, da Renovationen am Hause anstanden. Einzig die Mitgliederentwicklung ist betrüblich: Diese sank von 611 auf 578. Die stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Würth umriss die Position, die der Schwarzwaldverein einnimmt. Wanderwegeunterhaltung, Biotoppflege, Ansprechpartner in Sachen Naturschutz und Tourismus – dies alles seien eigentlich primär städtische Aufgaben. Insofern könne die Stadtverwaltung nicht genug des Dankes aussprechen. Über die Ehrungen von langjährigen Mitgliedern werden wir noch berichten.

Wahlen

Die Vorstandswahlen im Schwarzwaldverein Stühlingen brachten folgendes Ergebnis:
Veronika Keller stellte sich als Nachfolgerin von Anton Fischer, Vorstand Wandern, vor. Gebürtig in Wangen lebt sie jetzt in Donaueschingen und ist Lehrerin an der Eichbergschule in Blumberg. Sie ist bereits lange als Wanderführerin im Bonndorfer Schwarzwaldverein engagiert und wird ihre Erfahrung einbringen.
Martin Junginger, pensionierter Gewerbeschullehrer aus Eggingen, wird die Nachfolge der Blatterts als Naturschutzwart antreten. Er fungiert bereits als Naturschutzwart für das Obere Wutachtal der unteren Naturschutzbehörde und als Vorstand der Natur- und Umwelt AG Eggingen. Ihm liegt besonders daran, dass das Wechselspiel von Wald, Streuobstwiesen, Heckenlandschaft mit seiner Artenvielfalt erhalten bleibt. Wertschätzung der Kulturlandschaft funktioniere nur über Umweltbildung, so sein Credo. Bei der praktischen Arbeit will er so viele Mitglieder wie möglich einbinden.
Daniel Bartel, der die Homepage betreut, wird Irene Enderling als Schriftführer ablösen.
Als Beiräte scheiden Ueli Joss aus, der die Homepage des Vereines etabliert hat, und Hans Russenberger, der die Verbindung zur Schweiz im Vorstand war. Für ihn wird Fritz Hodler aus Wilchingen einspringen.
Antonia Albrecht komplettiert den Beirat. Per Handzeichen wurde der gesamte Vorstand einstimmig gewählt.  

Autor: mah

Autor: Andreas Mahler