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30. Dezember 2012 13:02 Uhr

Messkirch

Campus Galli: Jahrhundertprojekt Klosterstadt soll im Frühjahr starten

Allein in Handarbeit und mit Muskelkraft soll in Meßkirch eine mittelalterliche Stadt mit einer Klosterkirche für 2000 Menschen entstehen. Die Bauarbeiten im Kreis Sigmaringen starten im Frühjahr – und werden wohl 40 Jahre dauern.

  1. Bert Geurten, Vorsitzender des Vereins Karolingische Klosterstadt, zeigt das Modell. Foto: dpa

  2. Den St. Gallener Klosterplan hat Rudolf Rahn 1876 in einer Zeichnung anschaulich umgesetzt. Foto: BZ

Die ersten Ochsen sind längst da, mehr als 30 Handwerker warten auf ihren Einsatz: Die Bauarbeiten sind ein wahres Jahrhundertprojekt, denn fertig wird die Klosterstadt wohl frühestens in 40 Jahren. Die mittelalterliche Baustelle soll eines der größten Tourismus-Projekte in der Region Bodensee-Oberschwaben werden.

Im vergangenen Jahr hatten Arbeiter bereits erste Hütten gebaut, historische Kleidungsstücke für die Handwerker genäht und tausende Holzschindeln produziert. Sie sollen dazu dienen, im kommenden Frühjahr eine dem Mittelalter perfekt nachempfundene Baustelle einzurichten. Die ersten Besucher sollen vom 12. Mai an auf die Baustelle dürfen. "Man kann sehen, wie auf einer mittelalterlichen Baustelle gearbeitet wurde. Man sieht Steinmetze beim Herstellen des Baumaterials, Schmiede beim Herstellen von Werkzeug, Korbmacher und viele mehr", sagt Bert Geurten, Vorsitzender des Vereins Karolingische Klosterstadt.

Grundlage für das Projekt ist der Klosterplan von St. Gallen, der im 9. Jahrhundert auf der Bodensee-Insel Reichenau gezeichnet, bislang allerdings nie verwirklicht wurde. Während der 40-jährigen Bauzeit sollen Besucher vor Ort miterleben können, wie die Stadt Schritt für Schritt entsteht.

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Baustelle soll Touristenmagnet werden

Im Jahr 2013 sollen die Handwerker als erstes den Bau einer Holzkapelle in Angriff nehmen. "Mittelalterliche Mönche, die auf ein Gelände kommen, wo ein Kloster entstehen soll, würden zuerst immer eine Holzkirche bauen", erklärte er.

Zuletzt hatte der Verein Karolingische Klosterstadt vor allem auf Reisemessen die Werbetrommel für das Projekt gerührt. Vor allem Busunternehmen sollten überzeugt werden, die Klosterstadt in ihr Programm aufzunehmen. Ein Gutachten der Dualen Hochschule Ravensburg geht davon aus, dass mindestens 180.000 Besucher im Jahr auf die Baustelle kommen werden.

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Autor: dpa