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12. November 2010

Staufen kommt zur Ruhe

Stiftung sammelt Spenden.

  1. Die Briefmarke zugunsten der Staufener Stiftung Foto: dpa

STAUFEN (BZ). Die Erde unter Staufen scheint sich kaum mehr zu heben. Wie die Stadtverwaltung am Donnerstag bekanntgab, ist die Zahl der Häuser, die durch die Hebungen des Bodens nach den Geothermiebohrungen beschädigt worden sind, mit 268 konstant geblieben. Auch im Rohrnetz unter der Innenstadt hat es keine neuen Probleme gegeben. In der Stadt ist zudem eine Spenden- und Solidaritätskampagne zugunsten der Bürger angelaufen, deren Häuser von Rissen durchzogen sind. Der Schaden wird insgesamt auf 50 Millionen Euro geschätzt.

Die Stiftung, in deren Kuratorium auch der frühere Ministerpräsident Erwin Teufel sitzt, hat jetzt ihr Konzept und ihre Werbeträger vorgestellt. Dazu gehört ein "Staufen-Krug", der in einer Auflage von 5000 Stück von der staatlichen Majolika-Manufaktur in Karlsruhe hergestellt worden ist und der für 68 Euro verkauft wird. Dieser Krug ist auch auf einer Sonderbriefmarke zu sehen, allerdings mit Rissen, die mit Klebeband zusammengehalten werden. Die 55-Cent-Briefmarke kostet 80 Cent, 25 Cent fließen also in die Stiftung. Deren Ertrag, das räumt Staufens Bürgermeister Michael Benitz ein, könne angesichts der Schäden nur ein Mosaikstein in der Hilfe für Staufen sein.

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Mehr Hilfe erwartet sich die Stadt, in deren Besitz sieben der beschädigten Gebäude sind, vom Land. Deshalb sieht man dem noch für dieses Jahr angekündigten Besuch des amtierenden Ministerpräsidenten Stefan Mappus gespannt entgegen, der sich an Ort und Stelle über das Ausmaß der Schäden informieren will.

Autor: dpa