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18. April 2016 12:24 Uhr

Karlsruhe

Ungereimtheiten bei Prüfungen im AKW Philippsburg in nun 23 Fällen

Im Atomkraftwerk Philippsburg hat es mehr Ungereimtheiten bei Sicherheitsprüfungen gegeben als bisher bekannt. Statt von 8 ist nun von 23 Fällen die Rede, die nicht korrekt abgelaufen sind.

  1. Im Atomkraftwerk Philippsburg hat es mehr Ungereimtheiten bei Sicherheitsprüfungen gegeben als bisher bekannt. Statt von 8 ist nun von 23 Fällen die Rede, die nicht korrekt abgelaufen sind. Foto: dpa

Das geht aus einer Mitteilung des baden-württembergischen Umweltministeriums hervor. Demnach sollen zwei Mitarbeiter Prüfprotokolle gefälscht haben.

Kraftwerksbetreiber EnBW hatte bei Untersuchungen zunächst festgestellt, dass ein Fremdfirmen-Mitarbeiter eine wiederkehrende Prüfung an einem Störfallmonitor in Block II in Philippsburg zwar dokumentiert, aber nicht durchgeführt hatte. Nun wurde bekannt, dass auch Prüfprotokolle vordatiert wurden, um verpasste Termine zu vertuschen.

Untersteller will Betrieb einstellen

Der Energiekonzern muss noch am Montag zu dem Komplex Stellung nehmen. Die Atomaufsicht hatte diese Frist gesetzt. Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) will den Betrieb des Kraftwerks vorerst nicht weiter erlauben. Zudem fordert er eine bundesweite Meldepflicht solcher Ereignisse, die bislang nicht mitgeteilt werden müssen.

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Autor: dpa / lsw