Abgelehnter Asylbewerber mit gefälschtem Ausweis

Tätowierer stellt sich als georgischer "Rumäne" heraus

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 11. Februar 2019 um 10:02 Uhr

Ortenaukreis

Ein abgelehnter Asylbewerber aus Georgien war wegen drohender Abschiebung 2016 untergetaucht. Jetzt ermittelte ihn der Zoll mit falschem Pass in einem Ortenauer Tattoo-Studio.

Während einer Überprüfung eines Tattoo-Studios im Ortenaukreis durch Beamte des Aufgabenbereichs Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Lörrach im letzten Jahr haben Zöllner festgestellt, dass der Asylantrag eines dort beschäftigten 29-jährigen Tätowierers georgischer Staatsangehörigkeit bereits 2016 abgelehnt und der Mann deshalb zur Ausreise aufgefordert worden war. Der Ausreise hatte er sich aber entzogen und war untergetaucht.



Mit einer selbst gefälschten rumänischen Identitätskarte hatte er sich seitdem in Deutschland bewegt, wie er laut Polizeibericht selbst eingestand. Die Zöllner von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit leiteten sodann ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Aufenthalts und wegen Urkundenfälschung ein. Der Mann wurde in Untersuchungshaft genommen und der Fall der Staatsanwaltschaft Freiburg vorgelegt. Das zuständige Amtsgericht Emmendingen sah die Vorwürfe schließlich als erwiesen an und verhängte gegen den Mann eine Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro. Der Strafbefehl wurde im Januar rechtskräftig. Auf eine Abschiebehaft wurde verzichtet, da der Mann laut Polizeibericht gegenüber dem Gericht versicherte, sofort auszureisen.