Kulinarische Entdeckungsreise beim Gassenfest

Karlernst Lauffer

Von Karlernst Lauffer

Mo, 10. September 2018

Teningen

Beim Gassenfest waren Festgäste genauso zufrieden wie Festvereine bei herrlichem Spätsommerwetter kamen alle auf ihre Kosten.

TENINGEN. Pünktlich am Freitagabend um 18 Uhr hörte man die Trommeln des Fanfarenzuges in der Bahlinger Straße, der ans alte Waaghaus zog, wo der heiß erwartete Fassanstrich zum 24. Teninger Gassenfest erfolgte. Bevor der Bürgermeister Heinz Rudolf Hagenacker aber zum entscheidenden Schlag ausholte, dankte er Erika Gebhardt und Thomas Köbele, die auch dieses Mal die Vereine zusammengebracht hatten und das Programm zu einer Einheit verschweißten.

Nicht dabei war dieses Mal der Teninger Gesangverein, der seit 1972 mitwirkte, als damals dieses Fest als eine Notlösung im Rahmen der 1000- Jahr-Feier geschaffen wurde. Damals haben die Sängerinnen und Sänger das Fest mit viel Tränen begleitet, mussten sie doch für ihren Zwiebelkuchen, mit dem sie sich einen legendären Ruf erarbeitet haben, sieben Zentner Zwiebeln mit Hand schneiden.

Erstmals dabei waren dieses Mal die Kleinkinderbetreuung "Dreikäsehoch" aus Köndringen und der Teninger Waldkindergarten. Noch aber scheint das Teninger Gassenfest kein Kinderfest zu sein, was am deutlichsten wurde bei den Spofunnis von der SG Köndringen/Teningen, die im Schulhof der Victor-von-Scheffelschule eine Kinderbetreuung geplant hatten, aber schon bald am Samstagmittag schlossen mit der sarkastischen Notiz am Spielwagen: "Wegen Überfüllung geschlossen".

Dabei hatte sich das Wetter so gut auf diese Tage eingestellt: sonniges Sommerwetter mit Temperaturen, die auch nachts nicht so bald zum Heimgehen zwangen. Da bereitete es es den Besuchern keinen großen Kummer, wenn sie anstehen mussten wie zum Beispiel beim Fanfarenzug, der unter anderem gegrillte Schweinshaxe oder Champignons im Brotteig anbot im Waaghaus, das die Fanfarenzügler auch optisch verschönert hatten.

Der Wunsch, das Gassenfest auch optisch zu einem Anziehungspunkt machen, war überall feststellbar. So hatte die Akkordeonspielgemeinschaft ihre Theke in eine große Tastatur umwandelte und beim Köndringer Gesangverein beobachtete ein Troll durch die Stöcke das Festgeschehen. Nicht sehen konnte er die Riesen-Speisekarte, zu der sich die Angebote der Vereine addierten, und wo jede Geschmacksrichtung befriedigt werden konnte. Da gab es das badische Rindfleisch genauso wie Schaschlik vom Balkan, der Rahmkuchen fehlte genauso wenig wie griechisches Zaziki. Und beim DRK entdeckte man badischen Rindfleisch-Döner und auf Stelle lud der deutsch-französische Verein zu Produkten aus Savoyen ein. Nicht weit davon entfernt konnte man Corndogs entdecken, das sind Würstchen in Maisteig. So konnte ein Gassenfestbesuch zur kulinarischen Entdeckungsreise werden, die begleitet war durch eine Vielfalt guter Weine und anderer Getränke.