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23. Januar 2012
Die deutschen Reihen lichten sich
Australian Open: Görges und Kohlschreiber scheiden aus.
MELBOURNE (dpa). Das erste Grand-Slam-Achtelfinale ihrer Karriere wurde für Julia Görges zum Alptraum, Philipp Kohlschreiber verließ Australien dagegen erhobenen Hauptes. In der Hitze von Melbourne wurden die deutschen Tennis-Hoffnungen am Sonntag deutlich abgekühlt.
Vor allem der Auftritt von Görges sorgte für Ernüchterung. Gegen die Polin Agnieszka Radwanska verlor die 23-Jährige bei den Australian Open sang- und klanglos mit 1:6, 1:6 und zeigte dabei eine desolate Leistung. Kohlschreiber unterlag dem wiedererstarkten Argentinier Juan Martin del Potro mit 4:6, 2:6, 1:6, bot dem US-Open-Champion von 2009 aber zumindest phasenweise Paroli.Zu Beginn der zweiten Woche der mit rund 21 Millionen Euro dotierten Veranstaltung ruhen alle deutschen Hoffnungen daher nun einzig und allein auf Sabine Lisicki. Die Berlinerin kämpft am Montag (9.30 Uhr/Eurosport) gegen die Russin Maria Scharapowa um den Einzug ins Viertelfinale, nachdem Scharapowa am Samstag die Kielerin Angelique Kerber mit 6:1, 6:2 deklassiert hatte.
"Ich freue mich riesig auf das Spiel. Natürlich will ich sie endlich mal schlagen", sagte Lisicki mit Blick auf ihre Zweisatzniederlage im vergangenen Jahr im Halbfinale von Wimbledon. Doch die Aufgabe wird schwer. "Scharapowa spielt unglaublich konstant und fokussiert bisher. Da muss Sabine schon eine super Leistung zeigen", meinte Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner vor dem Duell der beiden Tennis-Blondies.
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Eine solche hatte sich Rittner auch von Görges gewünscht, doch für die Schleswig-Holsteinerin war ihre Viertrunden-Premiere bei einem Grand-Slam-Turnier bereits nach gerade einmal 54 Minuten beendet. Für die einseitige Partie typisch schloss Görges das Match mit einem einfachen Rückhandball ins Aus ab. Es war der 27. leichte Fehler der Norddeutschen gegen die an Nummer acht gesetzte Polin.
"Das war heute ein absolut rabenschwarzer Tag", sagte Görges nach der Vorführung enttäuscht.
Kohlschreiber versuchte in der Margaret Court Arena dagegen alles, fand in dem an Nummer elf gesetzten del Potro aber seinen Meister. "Er hatte auf jeden Schlag von mir die bessere Antwort", sagte der 28-Jährige anerkennend. Nur im ersten Satz konnte er mithalten, seine Breakchancen aber nicht nutzen. "Er war heute zu gut für mich. In der Verfassung ist er wieder ein ganz heißer Kandidat für die Top fünf." Trotz des verpassten erstmaligen Einzugs ins Grand-Slam-Viertelfinale zog Kohlschreiber ein zufriedenes Fazit. "Der Start ins Jahr ist gelungen. Ich habe wieder Spaß am Tennis."
Autor: dpa
