TSG Lahr/Emmendingen ist Meister

Jürg Schmidt

Von Jürg Schmidt

Di, 18. Juli 2017

Tennis

TC Müllheim muss nach einer Saison in der ersten Bezirksliga wieder absteigen / Freiburger TC und TF Münstertal feiern Klassenerhalt.

TENNIS. Mit einem klaren Erfolg über den bereits abgestiegenen TC Achern krönte die TSG Lahr/Emmendingen den Meistertitel in der ersten Männer-Bezirksliga und steigt in die Oberliga auf. Im Abstiegskampf behaupteten sich am letzten Spieltag der Freiburger TC und die Frauen der TF Münstertal.

Erste Bezirksliga Männer: TC Grenzach II – TC Müllheim 7:2. Mit der Niederlage beim Nachholspiel in Grenzach war der Abstieg des TC Müllheim besiegelt. Der Aufsteiger zeigte eine engagierte Leistung, aber einzig Dimitri Bretting konnte im Einzel wie auch im Doppel mit Ulrich Seib punkten. Das Spiel war knapp: Ulrich Seib und Finn Petersen verloren ihre Einzel erst im Match-Tiebreak.

TSG Lahr/Emmendingen – RW Achern 8:1. Leichtes Spiel hatte Lahr/Emmeningen mit dem Tabellenvorletzten. "Die Gäste hatten sich mit dem Abstieg abgefunden und sind ohne ihre ausländischen Spieler angetreten", berichtete TSG-Spielertrainer Stefan Kiesenhofer. "Die Sache war mit dem 6:0 in den Einzeln schnell entschieden. In den Doppeln haben wir die Nachwuchsspieler eingebaut, die wir an die erste Mannschaft heranführen wollen." Ein Eckpfeiler für die Meisterschaft war die Verpflichtung des Tschechen Matej Kracik als zuverlässigen Punktelieferanten. Kiesenhofer: "Das war ein guter Fang. Auch die eigenen Spieler haben sich weiterentwickelt und sind noch besser als im Vorjahr. Das zeigt die Bilanz: Jeder Spieler hat eine Quote von 6:1!"

TC Müllheim – TC Ettenheim 1:8. Die Niederlage in Grenzach hatte die Müllheimer Kräfte gekostet. Gegen Ettenheim erlitt der Aufsteiger acht Zwei-Satz-Niederlagen, wenngleich die einzelnen Sätze teils knapp ausgingen. Den Ehrenpunkt holte Dimitri Bretting im Spitzenspiel.

Freiburger TC – TC Grenzach II 4:5. Trotz des 4:5 gegen die Grenzacher Oberliga-Reserve beendete der Freiburger TC die Saison auf Platz sechs. Achern kann den FTC auch nicht mit einem Sieg im Nachholspiel überholen. Die knappe Niederlage wurmt Mannschaftsführer Marcus Bierlein etwas: "Wir konnten nicht in Bestbesetzung antreten. Nach den Einzeln stand es 2:4. Dennoch hatten wir es in den Doppeln nochmal in der Hand, aber wir haben das entscheidende zweite Doppel im Match-Tiebreak verloren." Mit dem Saisonverlauf sind die Freiburger im Großen und Ganzen zufrieden. "Es gab zwei unglückliche 4:5-Niederlagen gegen Schallstadt-Wolfenweiler und gegen Grenzach, aber das Ziel Klassenerhalt haben wir letztlich erreicht", so Bierlein.

TC BW Oberweier II – TC Schallstadt-Wolfenweiler 4:5. "Der passende Abschluss einer Supersaison, in der sowohl unsere zweite und dritte Männermannschaft als auch unser Frauenteam Aufstiege feiern konnten", sagte Chris Born, der Spielertrainer des TC Schallstadt-Wolfenweiler. Nur Chris Bürgi und Lukas Nickel waren vom Stammpersonal aufgeboten, an den anderen Positionen bekamen die Aufstiegshelden der zweiten Mannschaft die Gelegenheit zu glänzen. Auch Oberweier hatte viele Nachwuchsspieler ins Team berufen. Die Partie stand Spitz auf Knopf: Nach den Einzeln und den ersten zwei Doppeln stand es 4:4. Den fünften Punkt holten Lukas Nickel und Steffen Kranz, nachdem sie einen Matchball für Oberweier abgewehrt hatten..

Erste Bezirksliga Frauen: Lahr/Emmendingen – TSG Biberach/Gengenbach 7:2. "Wir wollten unbedingt mit einem Sieg abschließen und Dritter werden", sagte TSG-Cheftrainer Hernan Valenzuela. "Es lief hervorragend für uns. Nach den Einzeln stand es schon 4:2. Wir haben in den Doppeln gut aufgestellt und konnten alle gewinnen." Der klare Erfolg war das i-Tüpfelchen auf eine starke Runde des Aufsteigers. "Damit hatten wir zu Saisonbeginn nicht gerechnet, das war super", fand auch Valenzuela.

TF Münstertal – TC Schönberg II 3:6. "Wir hatten es erhofft, nicht erwartet", sagte Tina Niemeyer, Mannschaftsführerin der TF Münstertal, nach dem 3:6 gegen Meister Schönberg II. In der Endtabelle erwiesen sich die drei errungenen Matchpunkte von eminenter Bedeutung. Denn mit 28 gewonnenen Matches rangiert Münstertal auf Platz fünf vor dem TC Eimeldingen, der nur ein Match weniger für sich entscheiden konnte. Tina Niemeyer war entsprechend erleichtert: "Es war sehr eng. Wir hatten im Einser-Doppel bereits einen Matchball gegen uns, haben es aber noch umgerissen." Die Nervenprobe, auf die Saisonresultate der oberen Ligen warten zu müssen, bleibt den Tennisfreunden somit erspart. "Toll, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben, obwohl mitunter Spielerinnen nicht zur Verfügung standen!", sagte Niemeyer.