Tennisclub auf der richtigen Schiene

Andreas Mahler

Von Andreas Mahler

Do, 08. März 2018

Stühlingen

Blau-Weiss Stühlingen verweist auf enormen Mitgliederzuwachs / Beeindruckende Jugendarbeit / Andreas Hübner geehrt.

STÜHLINGEN. Beim Rückblick auf das Jahr 2017 in der Hauptversammlung des Tennisclubs Blau-Weiss Stühlingen überwogen die positiven Aspekte. Vorstand Andi Apruzzese hatte Anfang 2017 als Ziel anvisiert, dass der Verein kontinuierlich um vier Mitglieder pro Jahr wachsen sollte. Ende des Jahres konnte der Tennisverein trotz einiger Austritte insgesamt einen Zuwachs von 29 Mitgliedern verzeichnen.

Neue Trainingskonzepte, die den Zugang für Anfänger zum Tennissport erleichtern, die Jugendarbeit und die Breitenwirkung des Grümpelturniers haben Tennis in Stühlingen attraktiv gemacht.

Jugendkonzept
Lukas Laumann, der sich mit Heiko Güntert um die Jugend kümmert, zählte insgesamt 42 Kinder übers Jahr, die das Tennisspielen ausprobiert haben. Der Tennisclub kooperiert erfolgreich mit der Grundschule Weizen. Dazu passt, dass das im Mai veranstaltete Eltern-Kind-Turnier sehr gut ankam. Im Juni machten 15 Kinder bei einem zweitätigen Jugendcamp auf der Tennisanlage mit. Das Ferienprogramm FEZ im August war ebenso beliebt. Im Oktober gab’s einen Ausflug ins Berolino obendrauf. Zum Jahresabschluss hatte Heiko Güntert im Dezember ein Weihnachtsturnier mit 16 Teilnehmern für die Kids organisiert. Zudem unterhält Andi Apruzzese eine Ballschule für die ganz jungen Kinder, die das Koordinationsvermögen schulen soll, gleichgültig, welche Sportart später einmal gewählt wird. Die Jugendarbeit ist Basis dafür, dass für diese Saison drei Jugendmannschaften gemeldet wurden – eine Mannschaft U 10 gemischt, eine U 14 Jungs und eine U 16 gemischt.

Das letztjährige Grümpelturnier mit seinen 72 Teilnehmern charakterisierte Sportwart Frank Geng als die größte Sportveranstaltung, die je auf einer Stühlinger Tennisanlage stattgefunden habe. Die internen Turniere, das Kurt Laumann-Turnier an Pfingsten, das Ernst Heimburger-Turnier und das Grenzlandturnier, erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Letztes Jahr kam anlässlich des Schüleraustausches zwischen Stühlingen und Bellême ein deutsch-französisches Turnier dazu. In der sogenannten Meden-Runde behauptete die 1. Herrenmannschaft den 3. Platz in der 1. Bezirksklasse. Die Damenmannschaft war mit einem 6. Platz zufrieden. Dass nur zwei Mannschaften 2017 am offiziellen Spielbetrieb teilnahmen, sah Apruzzese als Manko, das sich diese Saison ändern soll. Notorischer Ausfall der Clubmeisterschaften genauso wie der Ausfall des Vereinsausflugs stand ebenso auf der Negativliste. Eigentlich wollte der Club bereits eine Flutlichtanlage installiert haben, da sich doch abends der Spielbetrieb an den Rändern der Sommerzeit drängelt.

Infrastruktur
Ein geplantes Café neben dem DM-Markt, für das teilweise das Grundstück des Tennisclubs benötigt worden wäre, nahm indes 2017 die organisatorischen Kräfte des Vorstands völlig in Beschlag. Aus dem geplanten Caféhaus ist nichts geworden – was schade ist. Denn die räumliche Gestaltung zu den Supermärkten hin, lässt zu wünschen übrig. Das Clubhaus ist mittlerweile an die Breitbandversorgung angeschlossen und wird einen neuen Terrassenboden bekommen.

Finanziell steht der Club gut da, wie Kassiererin Laura Weissenberger ausführte. Die Präsenz des Clubs mit einem Verkaufsstand am Rosenmontag, die Kooperation mit dem Bauförderverein Heilig Kreuz am "Stühlinger Frühling" sowie das Grümpelturnier im Sommer trugen finanziell Früchte ein, die voraussichtlich in die Flutlichtanlage investiert werden.

Marianne Würth als Vertreterin der Stadt Stühlingen lobte die Arbeit des Vereins und wünschte sich, dass der Tennisclub auch am Städtle-Fest mit einem Stand Flagge zeigte. Sportlicherseits sei erwähnt, dass Michael Misseler das Stühlinger Trainerteam verstärken wird. Misseler ist Mitglied des Bonndorfer Tennisclubs und suchte ob seines Wohnortwechsels nach Fützen nach neuen ortsnahen Möglichkeiten als Tennistrainer. Beschlossen wurde eine Änderung der Satzung. In Zukunft wird anstelle des klassischen Vorsitzenden mit seinem Stellvertreter auch ein dreiköpfiges, gleich berechtigtes Vorstandsteam wählbar. Unzählige Telefonate, E-Mails, Apps, SMS-Nachrichten und eine eigens eingerichtete Cloud für den Vorstand bezeugen, dass die Tennisvereinsführung ein zeitaufwendiges Unternehmen darstellt, das auf viele Schultern verteilt sein will.

Ehrungen
Wichtig sind aber auch die Personen, die dem Club im Hintergrund lange das Racket gehalten haben. In Abwesenheit geehrt wurden deshalb langjährige Mitglieder. Andreas Hübner, schon seit Jahrzehnten im Frankfurter Asset Management tätig, hält dem Tennisclub seit 40 Jahre die Treue. Ebenso lange ist Ines Kauffmann-Preiser Mitglied. Über 25 Jahre Mitgliedschaft dürfen sich Tatjana Kramer und Michael Krajewski freuen.