Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

22. Oktober 2008 14:31 Uhr

Gemeinderat soll gegen Kinderarbeit stimmen

Am Scheideweg: Human oder günstig?

Das war ein Hallo, als sich vor zwei Jahren beim Bau des Neustädter Busbahnhofs erwies, dass die Randsteine via Rotterdam aus China kamen. Jetzt soll sich der Gemeinderat gegen Billig-Produkte aus Kinderarbeit verpflichten.

  1. Rand(-Steine) des Anstoßes: Material aus China ist im Neustädter Busbahnhof verbaut. Foto: Peter Stellmach

TITISEE-NEUSTADT. Der Gemeinderat kann ein Zeichen setzen: Folgt er dem Antrag der Fraktion der Grünen, wird Titisee-Neustadt künftig keine Produkte mehr kaufen, die in anderen Ländern durch ausbeuterische Kinderarbeit entstanden sind. Agrarerzeugnisse, Textilien, Teppiche, Holz- und Lederprodukte, Sportartikel und Spielwaren sind Schwerpunkte, aber auch Natursteine, wie sie bei öffentlichen Bauvorhaben benötigt werden. In Neustadt verzögerte sich 2006 die Fertigstellung des Busbahnhofs, weil der Transport der Granitrandsteine aus China stockte. Nach Erkundigungen der Stadtverwaltung stammen Straßenrandsteine seit Jahren überwiegend aus China, deutsche Produkte sind selten und deutlich teurer. Mittlerweile gibt es eine Empfehlung des Städtetags, sich an eine Verwaltungsvorschrift der Landesministerien zu halten. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Gerätehaus der Feuerwehr. Die Tagesordnung gibt unter anderem auch die Beratung über die Nutzung des ehemaligen Asylbewerberheims und einen neuen Bebauungsplan "Obstgarten" vor.

Werbung

Autor: pes