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09. Januar 2015

Die dritte Generation übernimmt

Rainer und Franziska Vogelbacher leiten jetzt das Café Feldbergblick in Schwärzenbach.

  1. Rainer, Max, Franziska, Angelika und Hubert Vogelbacher vor einem Quasi- Familienmitglied, der Schwarzwälder Kirschtorte. Foto: Sebastian Wolfrum

TITISEE-NEUSTADT (swo). Schwärzenbach ist auf den Beinen: Vertreter aller Vereine und der Feuerwehr waren am Donnerstag emsig vor dem Café Feldbergblick am Schaffen: Sie stellen einen geschmückten Baum. Die über 20 Meter hohe Fichte soll der neuen Leitung des Hauses gratulieren. Denn seit dem 1. Januar führt die dritte Generation der Familie Vogelbacher das Traditionscafé. Rainer Vogelbacher hat die Leitung von seinem Vater Hubert Vogelbacher übernommen. Der 32-Jährige ist jetzt zusammen mit seiner Frau Franziska für die Geschicke des Betriebes verantwortlich.

"Das bedeutet mir wirklich etwas", sagt Rainer Vogelbacher. "Das war von Kindesalter an mein Ziel", sagt der gelernte Koch. Seit neun Jahren arbeitet er mit seinem Eltern in dem Haus in Schwärzenbach. Zuvor hat er im Alemannenhof gelernt und danach in mehreren Fünf-Sterne Häusern gearbeitet, etwa dem Hotel Vier Jahreszeiten in Schluchsee oder dem Grand Hotel Regina in Grindelwald.

Ändern soll sich trotz Übergabe nicht viel. "Qualität ist das oberste ziel", sagt Vogelbacher. Sanierungen der Zimmer stehen an, manche sollen vergrößert und zu Studios ausgebaut werden. Aber alle Vogelbachers werden gemeinsam weiter zusammenarbeiten. Das Haus läuft als Familienbetrieb. Die Buchführung in dem 1949 gegründeten Betrieb müssen jetzt aber die neuen Chefs übernehmen.

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Erleichterung und Stolz

"Das war schon auch eine Erleichterung, als die Verträge beim Notar unterschrieben waren", sagt Hubert Vogelbacher. "Ich bin schon stolz auf unseren Sohn und unsere Schwiegertochter", ergänzt Huberts Frau Angelika. Natürlich wünschen die beiden der jungen Generation alles Gute. Und kaum das Geschäft übernommen, blickt auch Rainer Vogelbacher schon auf seine Nachfolger. "Wenn alles gut läuft, bin ich nur ein Hirte auf Zeit. In 30 Jahren bin ich 62, dann habe ich das lange genug gemacht und meine Kinder können übernehmen", sagt er. Sein Vater steht neben ihm in der Küche und schabt in beeindruckender Geschwindigkeit Spätzle. Dabei gibt er seinem Sohn und Nachfolger noch ein Erfolgsgeheimnis mit auf den Weg. "Man braucht Durchhaltevermögen. Aber das Wichtigste ist Gesundheit – und das man sich so gut mit seinem Ehepartner versteht, wie meine Frau und ich das immer getan haben. Man muss zusammenhalten. Dann kann nichts passieren."

Gratulieren ist heute nicht möglich, am heutigen Freitag ist das Café geschlossen.

Autor: swo