Verkehr

Diese Tipps sollten Kindern und Eltern für einen sicheren Schulweg beachten

Tobias Loibenböck

Von Tobias Loibenböck

Fr, 07. September 2018 um 17:06 Uhr

Titisee-Neustadt

Die Verkehrswacht Hochschwarzwald setzt sich für einen sicheren Schulweg ein. Dieses Jahr gibt sie Tipps für Eltern und Kinder. Auffällige Plakate sollen zudem Verkehrsteilnehmer sensibilisieren.

Am Montag enden die Sommerferien und für die Schüler aus dem Hochschwarzwald bedeutet das: Früh raus aus den Federn, Vesperbrot schmieren – oder besser gesagt von Mama schmieren lassen – und ab zur Schule. Dass sie dort wohlbehalten ankommen, dem hat sich die Verkehrswacht Hochschwarzwald verschrieben.

"Die meisten Schüler gehen allein oder in der Gruppe, und wenn sie sich dem Schulgebäude nähern, kann es mit dem morgendlichen Verkehr schon turbulent zu gehen", weiß Vorsitzender Klemens Laule aus seiner langjährigen Erfahrung – Laule ist Polizist im Ruhestand. Gerade dann sei es für die Kinder wichtig, einige Grundregeln zu kennen, besonders wenn Erstklässler diesen Weg zum ersten mal nehmen müssen. Zum einen stehen die Eltern in der Verantwortung.

Den Weg gemeinsam abgehen hilft

Sie müssen mit ihren Kindern den Schulweg planen und schon im Voraus überlegen, wo es gefährlich werden könnte. "Vor der Einschulung kann es auch nicht schaden, den Weg mit den Kleinen einmal abzugehen. Dann kann man sich alle wichtigen Punkte merken", erklärt Laule. So findet man auch sichere Zebrastreifen oder Fußgängerampeln, die die Schüler unbedingt nutzen sollten. Denn auch sie selbst stünden in der Verantwortung, sich mit ihrer Umgebung auseinanderzusetzen. Aufmerksames Gehen an der Straße mit Blick auf den Verkehr, das Aufpassen beispielsweise auf Radfahrer oder eben die Vorsicht bei Straßenüberquerungen sind am wichtigsten. Ganz nach dem Motto, das Laule so formuliert: "Lieber Vorsicht als Nachsicht und bei Rot stehen, bei Grün gehen, selbst wenn damit ein kleiner Umweg verbunden ist."

Die Verkehrswacht selbst hat sich ins Zeug gelegt, um den Schulweg so sicher wie möglich zu gestalten: "Dazu gehören Plakate, die den im Berufsverkehr manchmal gestressten Autofahrern klar machen sollen: Schulanfänger sind gleichzeitig Verkehrsanfänger und wissen noch nicht genau, wie man sich auf der Straße zu verhalten hat."

Schulweg ist wichtig um Kontakte zu knüpfen

Große Banner, die von Bauhofmitarbeitern in der Nähe der Schulen aufgehängt werden, sollen an eine vorsichtige Fahrweise appellieren. Zudem wird es gerade in den ersten Tagen nach den Sommerferien Schulwegüberwachungen durch die Polizei geben. "Für die Radfahrer unter den Schülern bieten wir jedes Jahr auf dem Gelände des Schulzentrums gemeinsam mit den Schulen und dem Polizeipräsidium Freiburg eine Jugendverkehrsschule an", sagt Laule und erklärt, dass rund 500 Viertklässler aus den Hochschwarzwaldgemeinden den Radführerschein machen können, um auch auf dem Drahtesel sicher zu sein.

Am wichtigsten ist Laule dabei, dass sich die Schüler nicht vom Fuß- oder Radweg abwenden und mit dem Auto fahren lassen: "Auf dem Schulweg können soziale Kontakte geknüpft werden, und die Kinder können noch einmal frische Luft schnappen, bevor es ins Klassenzimmer geht. Wenn es von der Weite also geht, dann ist Gehen besser. Zumal, da am Bildungszentrum schon eine Menge Verkehr herrscht, wenn die Schule beginnt."