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25. August 2009 14:26 Uhr

Startschuss am 37-Millionen-Projekt in Titisee

Erster Beton für das Bad

TITISEE-NEUSTADT. "Wir haben selten so guten Baugrund", freut sich Josef Wund, "die Eiszeit hat hier gute Vorarbeit geleistet". In einer tiefen Baugrube am Ortseingang von Titisee ließen der Friedrichshafener Unternehmer und Architekt und Bürgermeister Armin Hinterseh am Montagabend den ersten Beton in die Schalung fließen. In den Weihnachtsferien 2010 sollen täglich bis zu 5000 Menschen im Erlebnisbad unter Palmen Entspannung finden.

  1. Weihnachten 2010 soll das Erlebnisbad in Titisee eröffnet werden Foto: winckelmann

  2. So wirds gemacht: Investor Josef Wund erklärt Bürgermeister Armin Hinterseh das Modell des 37-Millionen-Projektes. Foto: Thomas Winckelmann

  3. Bürgermeister Armin Hinterseh und Bauherr Josef Wund lassen den ersten beton ins Fundament fließen Foto: Thomas Winckelmann

  4. Investor Josef Wund ist zuversichtlich, dass sein neues Badeparadies im Hochschwarzwald ein Erfolg wird Foto: Thomas Winckelmann

  5. Erholung unter Palmen mit Blick auf die Schwarzwald-tannen Foto: Thomas Winckelmann

  6. In einer gewaltigen Baugrube werden die Fundamente für das Erlebnisbad betoniert Foto: Thomas Winckelmann

Er möchte nicht in die Schublade der leeren Versprechungen gesteckt werden, erklärte der 70-Jährige am Montag auf der Großbaustelle in Titisee und erinnerte daran, dass hinter dem 37-Millionen-Projekt ein für Außenstehende kaum vorstellbarer Arbeitsaufwand stecke. Nach umfangreichen Planungen und Vorarbeiten, immer wieder notwendigen Änderungen und langwierigen Verhandlungen mit den Banken müsse der ehrgeizige Zeitplan etwas geändert werden. Bis Ende Oktober sollen Fundamente und Untergeschoss der großen Badeanlage fertig betoniert sein. Bis zu 2800 Kubikmeter Beton werden auf der Baustelle verarbeitet, schätzungsweise 300 Lastwagen muss das Transportbetonwerk aus dem Gewerbegebiet Titisee über die Straße schicken, der Kies dafür kommt aus den Reiselfinger Kiesgruben. Ein Großteil des Baukörpers wird über die Wintermonate vorgefertigt und soll dann Ende März, Anfang April des kommenden Jahres "ohne Rücksicht auf den Frost" aufgerichtet werden. Dabei gehe ein Großteil der Aufträge an Unternehmen in der Region. Wenn für bestimmte Fachgewerke auswärtige Betriebe berücksichtigt werden, müssten diese auch einheimische Unternehmen einbinden, damit eventuell erforderliche Wartungsarbeiten später ortsnah erledigt werden können. Im Oktober sollen alle Werkverträge mit den beteiligten Unternehmen abgeschlossen werden. Diese "Wertschöpfung in der Region" würdigte auch Bürgermeister Hinterseh: "Was zugesagt war, wird eingehalten." Nicht verwirklicht werden kann der ursprüngliche Plan, bereits zum Sommer 2010 den Badebetrieb zu eröffnen. Das Richtfest soll nun erst in der zweiten Juni-Woche des kommenden Jahres gefeiert werden. Josef Wund rechnet jetzt damit, dass bis zu den Winterferien 2010 das Badeparadies unter Palmen für Erholung und Ruhe suchenden Gäste, die Saunalandschaft und das deutlich abgetrennte Spaßbad mit der langen Rutsche eröffnet werden können. Bei den Planungen habe man noch vieles aus den Erfahrungen mit dem Erlebnisbad in Erding einbringen können. Das Gebäude sei jetzt so gestaltet worden, dass sich hier über 2000 Badegäste gleichzeitig aufhalten können, vor allem im Winter wird mit 5000 Gästen pro Tag gerechnet. Der Friedrichshafener Investor verweist auch hierbei auf die Erfahrungen mit Erding. Dort kommen 37 Prozent der Besucher aus einer Entfernung von über 100 Kilometern. Auch für das Titi-seer Bad wird ein Einzugsbereich von 150 bis 200 Kilometern zugrunde gelegt. "Attraktivität zieht an", ist Wund zuversichtlich, damit würden auch neue Gästepotenziale für die Hochschwarzwaldgemeinden erschlossen.

Werbung


Damit die Menschen auch im weiten Umkreis wissen, was künftig am Titisee geboten wird, laufen demnächst bereits die Werbemaßnahmen an. Unter anderem soll ein Faltblatt mit Bildern und Informationen zum Erlebnisbad an Hotels und Zimmervermieter verteilt werden. Vor Ort wird die Titisee-Besucher in wenigen Tagen eine 15 Meter lange Bautafel über das Millionenprojekt und den Baufortschritt informieren.

Autor: Thomas Winckelmann