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24. November 2014

Herz soll wieder schlagen

Für die SPD hat die Entwicklung der Innenstadt oberste Priorität / Vorstand ist wiedergewählt.

TITISEE-NEUSTADT. Die Unterstadtanbindung zur B31, der neue Friedrich-Ebert-Platz oder die Neugestaltung der Neustädter Innenstadt. An diesen und weiteren Projekten will sich die SPD in nächster Zeit einbringen und daran mitgestalten. Die Hauptversammlung im Neustädter "Bären" zeigte aber auch, dass die Suche nach jüngeren Mitgliedern eine Zukunftsaufgabe ist.

Die Formalien der Sitzung waren schnell abgearbeitet, die Neuwahlen zum Vorstand waren gut vorbereitet und verliefen zügig. Im Ergebnis reüssiert der alte Vorstand um Sandra Uecker erneut als neue Führungsmannschaft.

Danach berichtete die Kreisvorsitzende Birte Könnecke aus dem Kreistag, gefolgt von Stadtrat Claus-Peter Wolf, der die Zukunftsaufgaben in der Gemeinde benannte: Die Anbindung der Unterstadt an die B 31, das Gewerbegebiet Schlossäcker, der Friedrich-Ebert Platz und der Eisweiher seinen auf einem guten Weg, während die Gestaltung der Innenstadt noch nicht in trocken Tüchern sei, denn: "Wenn Gäste vor dem Rathaus fragen, wo denn hier der Stadtkern sei, dann zeigt das: Das Münster und die Umgebung haben nicht den Stellenwert der ihnen gebührt, und dieses markante Bauwerk wird nicht einmal als zentraler Blickfang wahrgenommen." Umso wichtiger sei es im Zuge der Sanierung hier gleichzeitig auch ein schlüssiges Vermarktungskonzept mit zu entwickeln, das eine Erhöhung der Einkaufsattraktivität beinhalten muss. "Wir brauchen keine Allerweltsläden, sondern ausgefallene und interessante Nischenangebote".

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Beim Thema Bildung unterstützt die SPD die mögliche Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in der Hebelschule, denn dies steht einem Mittelzentrum wie Titisee-Neustadt zu. Eventuelle Kooperationen mit Lenzkirch, dessen Antrag gescheitert ist, hält er aus praktischen Gründen für nicht umsetzbar.

Das Münster wird nicht

als zentraler Blickfang

wahrgenommen."

Claus-Peter Wolf
Für Titisee stehe weiterhin die "ernsthaft betriebene" Verkehrsberuhigung der Seestraße ganz oben an, denn Verkehrsschilder allein reichen nicht aus. Wünschenswert sei auch eine Anbindung des Bärenhofgebietes an den ÖPNV, weil der Weg zum Bahnhof für ältere Einwohner zu lang sei. Die Realisierung und das Gelingen eines "Dorfladens" zur Grundversorgung der Titiseer Bevölkerung sei ganz entscheidend von Investitionen abhängig. Diese gebe es aber nur, wenn die Einwohner Interesse zeigten, was bislang wohl noch nicht im erforderlichen Maß vorhanden sei.

Wir brauchen keine

Allerweltsläden, sondern

gute Nischenangebote"

Claus-Peter Wolf
Viele Aufgaben warten also auf die Genossen im Hochschwarzwald und darin beinhaltet sind noch nicht die eigenen: Aufgrund der rückläufigen Mitgliederentwicklung sei es zunehmend schwierig, Delegierte auf die Regionalkonferenzen zu entsenden. Hinzu kommt die ungünstige geografische Struktur des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald, die lange Anfahrten bedinge. Des weiteren steigt der Altersdurchschnitt der Mitglieder und der Ortsverein braucht daher neue junge Mitglieder. Der Parteieintritt des Jugendlichen Valentin Albert sei erfreulich, aber ihm müssen noch weitere folgen.

Autor: Hans-Jochen Köpper