Mehr als Löschwassersicherung

Markus Straub

Von Markus Straub

Mo, 16. Oktober 2017

Titisee-Neustadt

Feuerwehren haben ein System für Barrieren angeschafft, die für viele verschiedene Zwecke eingesetzt werden können.

LANGENORDNACH. Fünf Wassersperren wurden am Samstag bei der Feuerwehr in Langenordnach vorgestellt und erklärt. Ruedi Jungen als Vertreter des kanadischen Herstellers nahm die Einweisung vor. Dank einer Sammelbeschaffung konnten die Wehren aus Buchenbach, Kirchzarten, Langenordnach, Lenzkirch und Schollach mit Vorrichtungen ausgestattet werden.

Die Wassersperre ist für verschiedene Einsatzsituationen geeignet. Es handelt sich um Plastikplanen, die so konstruiert sind, dass sie sich, wenn sie ins Wasser gelegt werden, füllen und gegen die Fließrichtung stellen. Jede Plane – Stückpreis 4000 Euro – ist neun Meter lang und wiegt ungefähr 30 Kilo. Damit ist sie einfach und platzsparend zu transportieren.

Der Grundgedanke der Beschaffung war, dass Bäche mit geringem Wasserstand angestaut werden können. Auf diese Weise wird eine Löschwasserentnahme möglich. Bei der Einführung konnten sich 30 Teilnehmern davon überzeugen, dass das gut und schnell funktioniert. Erst wenige Minuten war die Sperre eingebracht, schon konnte die Feuerwehrpumpe loslegen. Außerdem kann die Sperre als Rückhaltesystem eingesetzt werden, um den Abfluss von belastetem Löschwasser zu verhindern. Weiter kann sie bei Hochwasserereignissen Wasser abweisen und Zufahrten oder Garageneinfahrten schützen. Zudem lässt sich bei Gewässerverschmutzungen die Fließgeschwindigkeit des Wassers verringern, damit Verschmutzungen besser entfernt werden können. Die Sperren können auch zu längeren Barrieren verbunden werden. Alle Einsatzvarianten wurden ausprobiert.

Die Wassersperren sind ab sofort bei den Wehren einsatzbereit.