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14. März 2009

Schüler helfen Straßenkindern

Großes Elend in Antananarivo

  1. Die ehemalige KG-Schülerin Patrizia Reineck mit einem vor ihr betreuten Straßenkind. Foto: privat

TITISEE-NEUSTADT (twi). Madagaskar zählt zu den ärmsten Ländern. In den Städten bringt die Verelendung großer Bevölkerungsschichten viele Familien zum Zusammenbruch. Zunehmende Gewalt und ständiger Hunger treibt die Kinder, nach anfänglichem Pendeln zwischen Familie und Straße, schließlich endgültig zum Straßenleben. Durch Betteln, das Sammeln und Sortieren von Müll, kleine Diebstähle und niedrigste Lohnarbeiten versuchen die Kinder zu überleben. Sie haben keinerlei Besitz, tragen völlig zerlumpte Kleidung und schlafen an ständig wechselnden Plätzen im Freien; in Pappkartons, Erdlöchern, vor Toreinfahrten in den bis zu null Grad kalten Nächten, notdürftig von Folienresten bedeckt. Die Straßenkinder leiden durch die mangelnde Hygiene an vielen Krankheiten. Das Straßenkinderprojekt "Zaza faly" versucht den Kindern durch eine eigene Sozialstation, mit Essen und vor allem mit Ausbildungsprojekten und Werkstätten Halt und wieder eine Zukunft zu geben. Seit elf Jahren unterstützt das Kreisgymnasium Hochschwarzwald das Projekt "Zaza faly" in Antananarivo, der Hauptstadt Madagaskars. Auch in diesem Jahr wird beim Osterbasar Geld für die Straßenkinder in Madagaskar gesammelt.

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Der pensionierte KG-Lehrer Wolfgang Becker hat das Projekt bereits besucht, vor allem aber waren schon wiederholt Gymnasiastinnen im Rahmen eines sozialen Jahrs vor Ort und haben die Hilfsprojekte "Manda", "Vony" und "Felana" kennengelernt und unterstützt. Sie erfuhren unmittelbar, wie wichtig und sinnvoll die Hilfe aus dem Hochschwarzwald ist.

Die Ärmsten der Armen sind auch ein Unterrichtsthema
Am Samstag, 21. März, ist von 10 bis 14 Uhr die Öffentlichkeit ins Kreisgymnasium zum Basar eingeladen. Vorbereitet wird die Veranstaltung durch Projekttage, in denen vor allem Bastel- und Handarbeiten hergestellt werden zum Verkauf beim Osterbasar. Aber auch die Auseinandersetzung mit der afrikanischen Kultur und die Verhältnisse in Madagaskar sind Themen. Beim Osterbasar werden die Ergebnisse dieser Projekte ausgestellt und über das Straßenkinderprojekt informiert. Zum Verkauf stehen außerdem wieder originale Bastel- und Handwerksarbeiten aus Madagaskar. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgen Projektgruppen mit afrikanischer und heimischer Küche.

Autor: twi