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18. Oktober 2016

Die Retter des Rössle feiern

Genossenschaft "dasrössle" erinnert beim fünften Geburtstag an die schwierigen Anfänge.

  1. s Foto: Hege

GESCHWEND (hjh). Über fünf Jahre schon plagen sie sich. Nun haben die "Genossen" des "Rössle" ein weiteres Etappenziel auf dem Weg zum Aus- und Aufbau des uralten Dorfgasthauses aus dem Jahr 1773 als "sozial-kultureller Mittelpunkt" der Gemeinde erreicht: Am Freitag feierten Mitglieder, Freunde, Handwerker, Sponsoren und Mitgliedern gemeinsam den fünften Geburtstag. Es ist das Jubiläum nicht nur einer noch jungen Genossenschaft, sondern auch der fünften Jahrestag der Idee, das denkmalgeschützte historische Gemäuer, das 2009 stillgelegt wurde und bis 2011 in einer Art Dornröschenschlaf verharrte, wach zu küssen, zum rustikalen Gourmettempel umzukrempeln und der Bevölkerung als gesellschaftliche Begegnungsstätte zur Verfügung zu stellen.

Ewald Dießlin, Daniel Steiger und Dieter Hierholzer erinnerten im vollbesetzten Haus an den immensen Aufwand, mit dem die Kneipe entrümpelt, großformatig saniert und schließlich unter Beachtung der Belange des Denkmalschutzes modern neu aufgestellt und ausgestattet wurde. Die Bilder, die an der Leinwand prangten, erlaubten dem Publikum einen überzeugenden Vergleich zwischen "Früher" und "Heute". Und sie sorgten zum Teil für ungläubiges Staunen darüber, dass es noch immer Menschen gibt, die überwiegend ehrenamtlich für edle Zwecke buchstäblich im "Dreck" wühlen.

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"Vorher war’s ein richtiges Dreckloch, jetzt ist es schön!" Kurz und bündig brachte Ewald Dießlin die genossenschaftlich orientierten Arbeiten und ihr kollektives Ergebnis treffsicher auf den Punkt. Von den vielen, vielen Stunden Arbeit, von Erfolgen, aber auch von Rückschlägen bis zur Schlagzeile "Das Rössle galoppiert wieder" war nicht oder nur kaum die Rede. Was an diesem Abend unter Freunden zählte, war die Erkenntnis: "Es hat sich gelohnt!" Nicht zuletzt auch wegen der enormen Publicity, die das Gasthaus mit seinen fast 100 Sitzplätzen, 45 Sitzplätzen in der gemütlichen Gartenwirtschaft und mit seinen sieben modernst ausgestatteten Fremdenzimmern als Drehort und Kulisse der SWR-Familienserie "Die Fallers" sowie des Kinofilms "Ende der Schonzeit" erfuhr. Zurecht wohl schloss das Führungstrio der Genossenschaft im Namen aller 178 Mitglieder die Kurzfassung der langen Geschichte mit der Feststellung: "Wir können mit Stolz sagen, dass wir ein kleines Schmuckkästchen geschaffen haben." Ewald Dießlin aber betonte: "Wir brauchen nach wie vor Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren!"

Autor: hjh