Rocknacht solide eröffnet

Clemens Janus

Von Clemens Janus

Di, 09. Dezember 2014

Todtnau

Rocknacht "Jätzt schäbberts" tritt in Fußstapfen von "Let’s fetz" .

TODTNAU. Die Todtnauer Handballer veranstalteten vor Kurzem die erste Handballer-Rocknacht unter dem Motto "Jätzt schäbberts". Nicht nur der Titel erinnerte an das legendäre Spählochfest, auch bei der Auswahl der Bands, bei den Bierpreisen, den Erdnüssen und beim Engagement des Abräumers "Noldi" Seger mit seinem Einkaufswagen mit Blaulicht wurden Spählochtraditionen fortgesetzt.

"Warum soll man ein Fest, das drei Jahrzehnte erfolgreich und beliebt war großartig verändern, nur weil die Veranstalter gewechselt haben?" fragte sich Michael Sättele, Vorsitzender der Todtnauer Handballer.

Schon früh war die Halle gut gefüllt, so dass "Check Daniels", die erste Band des Abends, gegen 20.30 Uhr das Fest mit gutem solidem Rock eröffnen konnte. Die Band aus Lahr begeisterte das Publikum mit einem gelungenen Mix aus Rocksongs der letzten Jahrzehnte, unter anderem auch vielen Klassikern, die bei den Novemberfesten in der kleinen Todtnauer Turnhalle eigentlich immer mit dabei waren. So war auch wieder einmal Manfred Man’s "Davis on the Road Again" zu hören, genauso wie "Hush" von Deep Purple oder die "Sultans of Swing" der Dire Straits. Nach einer kurzen Umbauphase betraten dann "Dismissed" die Bühne. Schon fast Veteranen in der kleinen Halle, brachten die Musiker aus dem Raum Freiburg ihren eigenen Fanclub von der SG Köndringen-Teningen mit – einem Verein, mit dem die Todtnauer Handballer seit Jahren eng befreundet sind. Nicht nur die Teninger Mädels, sondern der größte Teil der fast 400 Gäste in der kleinen Halle ließen sich von der starken Bühnenperformance der Band mitreißen.

Die Rock-Fläche vor der Bühne war die ganze Zeit gefüllt,und die Coversongs von Metallica, den Ärzten, AC/DC und vielen mehr brachten die Stimmung zum Kochen. Zufriedene Gesichter gab es bei vielen Spählöchlern, die es sich nehmen ließen, zum ersten Mal seit 30 Jahren bei diesem Fest dabei zu sein. "Wahnsinn, es sind fast die gleichen Leute wie immer da. Nur das Bier schmeckt mir heute besser", so Pi Steinebrunner vom "Café Spähloch". Nachdem um drei Uhr in der Frühe die Musik zu Ende gegangen war, verließen die meisten Gäste so langsam die kleine Turnhalle und man hörte immer wieder die Worte: "Guet, dass es so witer goht. Do werde mer ’s nächschd Johr wieder cho!"