Karlsruher Zoo

Totes Flusspferdbaby hatte wohl zu wenig Milch getrunken

dpa

Von dpa

Fr, 11. Januar 2019 um 14:50 Uhr

Karlsruhe

Nur zwei Tage nach seiner Geburt war das Flusspferd gestorben. Erste Untersuchungsergebnisse zeigen, dass es wohl zu wenig Milch getrunken hat. Auf innere oder äußere Verletzungen habe es keine Hinweise gegeben.

Das zwei Tage nach der Geburt im Karlsruher Zoo gestorbene Flusspferdbaby hatte wahrscheinlich zu wenig Muttermilch getrunken. Es seien keine Hinweise auf innere oder äußere Verletzungen oder Ertrinken gefunden worden, sagte Zoodirektor Matthias Reinschmidt am Freitag. Das habe eine veterinärmedizinische Untersuchung ergeben. Zuvor hatte die Zeitung "Badische Neueste Nachrichten" über die ersten Untersuchungsergebnisse berichtet.

Für die Mitarbeiter des Zoos sei nicht zu erkennen, ob ein junges Flusspferd genug Milch trinke, weil dies unter Wasser geschehe. "Wir haben es zwei Tage agil gesehen", sagte Reinschmidt.

Weitere Untersuchungen zu möglichen Krankheiten

Am Mittwoch lag das junge Tier dann leblos am Beckenboden seines Geheges, teilte die Stadt Karlsruhe mit. Zoomitarbeiter waren darauf aufmerksam geworden, weil die Flusspferdmutter immer wieder aufgeregt auf und ab tauchte. Sie habe offensichtlich versucht, ihr Kleines an die Wasseroberfläche zu bringen, so die Stadt. Zooleiter Reinschmidt sagte, es sei bei der erfahrenen Mutter Kathy "bestens aufgehoben" gewesen: Es war das vierte Baby, das die 32 Jahre alte Flusspferdmutter auf die Welt gebracht hat.

Gewebeuntersuchungen sollen jetzt noch Aufschluss über mögliche Krankheiten des kleinen Flusspferdes bringen.