Turner zeigen hohes Niveau

Jochen Dippel

Von Jochen Dippel

Mi, 02. Mai 2012

Turnen

Viele Juroren und einige neue Talente bei der Meisterschaft des Markgräfler-Hochrhein-Turngau.

GERÄTTURNEN. Um den Nachwuchs bei den Gerätturnern muss sich der Markgräfler Hochrhein Turngau derzeit nicht ernsthaft sorgen. Bei der Gau-Einzelmeisterschaft, die der ESV Weil in bewährter Form zügig ausrichtete, unterstrichen die Jugendlichen, dass sich unter ihnen einige Talente befinden, mit denen künftig zu rechnen ist. Als besonders erfreulich wertete Siegbert Weber, Fachbereichsleiter Gerätturnen männlich, vor allem die Breite der guten Leistungen in der Humboldthalle.

"Als ich vor sechs Jahren ins Ausland ging, dominierten die Turner des ESV Weil, des TV Haltingen und der TSG Ötlingen", sagt Weber, "doch mittlerweile haben auch andere Vereine wie der SV Istein unter Trainer Klaus Geiger aufgeholt." Insgesamt waren 47 Teilnehmer aus acht Vereinen am Start.

Als geradezu luxuriös bezeichnet Siegbert Weber die Zahl der Kampfrichter bei der Gaumeisterschaft. Gleich 14 Juroren bewerteten die Übungen. "Das war sehr erfreulich; wir müssen aber immer wieder Turner animieren, eine Kampfrichterausbildung zu machen, damit die Bindung zum Turnen nach ihrer aktiven Laufbahn erhalten bleibt." Gleichwohl sorgt er sich um den Trainernachwuchs. Es fehle an geeigneten Nachfolgern wie Sandro Dathe, der sich beim TV Rheinfelden inzwischen auch als Jugendtrainer engagiert.

Dathe zeigte beim Kürsechskampf der Aktiven des Jahrgangs 1993 und älter einen ausgezeichneten Wettkampf. Der 23-jährige Sportler der Jahre 2010 und 2011 von Rheinfelden sammelte 73,10 Punkte und gewann damit deutlich vor dem 20-jährigen Patrick Kohlmann vom SV Istein (54,60), der indes ohne Seitpferd turnte. Den Kür-Vierkampf der Aktiven entschied Dominik Lott vom TV Haltingen mit 44,00 Punkten gegenüber dem Rheinfelder Fabio Scarpa (40,50) für sich.

Bei der Jugend behauptete sich Philipp Dorst (TSG Ötlingen) im Kürsechskampf im Alleingang mit 41,10 Zählern. Äußerst knapp verlief der Ausgang in der modifizierten Kür KM 3 der Jahrgänge 1994 bis ’97. Nach sechs Geräten hatte Alexander Kleißle (TSG Ötlingen) mit 62,90 Punkten gegenüber Eduard Reichert (ESV Weil/62,80) die Nase vorn. Dritter wurde der Ötlinger Nikolas Fritz (62,50). Bei den Jahrgängen 1998 und jünger behauptet sich der Ötlinger Micha Krebs (57,60) vor dem Weiler Alex Reichert (55,40) und Klubkollege Lukas Krämer (49,40).

Eng ging es im Pflicht-Sechskampf P4-P5 Jahrgang 2002 und jünger zu. Gaumeister wurde der Ötlinger Florian Wenk (78,15) vor den Weilern Alex Waschkarin (77,10) und Yannik Meyne (77,00). Beim Jahrgang 2000 und jünger machte vor allem der zwölfjährige Luca Pirra-Piscazzi (TB Wyhlen) auf sich aufmerksam. Er gewann deutlich mit 87,90 Zählern vor dem Ötlinger Silas Fritz (80,85) und Klubkollege Sven Kugel (80,05).