Zweitägige Meisterschaft sorgt für entspannte Mienen

Jochen Dippel

Von Jochen Dippel

Di, 01. April 2014

Turnen

Mehr als 100 Geräteturnerinnen bei Einzel-Titelkämpfen des Markgräfler Hochrhein Turngaus in Istein / Hohes Niveau.

TURNEN. Ein wahres Gewusel hat bei der Gau-Einzelmeisterschaft der Geräteturnerinnen zwei Tage lang in der Allianz -Sporthalle geherrscht. Schließlich galt es für mehr als 100 Teilnehmerinnen gute Wettkampfbedingungen zu schaffen – und dafür garantierte der ausrichtende SV Istein wieder einmal. Und für gute Laune sorgte zudem Sonja Schöpflin, die als Organisatorin und Leiterin der Wettkämpfe bei allem Stress stets den Durchblick behielt und keine Hektik aufkommen ließ. Kein Wunder, dass sie sich am Ende mit Verlauf ("Wir waren voll im Zeitplan") und Leistungen überaus zufrieden zeigte.

"Bei 114 gemeldeten Turnerinnen und den Erfahrungen der Vorjahre haben wir den straffen Wettkampf entzerrt und auf zwei Tage verteilt", erläutert Sonja Schöpflin, "dies entspannte den Zeitplan am Sonntag deutlich." Somit absolvierten die KM4-Turnerinnen (Kür modifiziert mit der leichtesten Variante 4) ihre Übungen am Samstag, während die Altersklasse- sowie die KM3-, KM2- und KM1-Turnerinnen sonntags an der Reihe waren.

Überdies wurde nach neuen Wertungsvorschriften geturnt. "Dadurch gibt es einen größeren Anreiz für die Turnerinnen, schwierigere Elemente zu zeigen, das hat sich bewährt", betont Sonja Schöpflin. "Da sich der Wert der einzelnen Elemente für die Berechnung des Schwierigkeitswertes einer Übung verdoppelt hat, lohnt es sich für die Turnerinnen eher, ein bisschen auf Risiko zu turnen. Es war erfreulich, dass wir nun sehr abwechslungsreiche Übungen sahen."

Auf "hohem Niveau" und mit "schönen Übungen" (Sonja Schöpflin) turnten sowohl die Mädchen in den Klassen KM2 und KM1 als auch der Nachwuchs im AK-Programm, in dem die schwierige Variante der Pflichtübungen gefordert wird. Im Wettkampf der jüngsten Turnerinnen (Jahrgang 2007) gewann Giselle Callis vom TV Rheinfelden vor ihrer Vereinskollegin Sarah Albrecht. Überaus knapp und spannend ging es in der KM2 (Jahrgang 1996 bis 1999) zu: Am Ende gewann Emily Meinhardt (TV Steinen) vor Lotta Baumgärtel (TV Tumringen) und Kristin Goth ((TV Steinen). Gleiches galt für die KM4 (Jahrgang 2003 und jünger), in der sich Hannah Schweizer (TV Rheinfelden) mit lediglich 0,25 Punkten Vorsprung auf Janina Mattes (TB Wyhlen) behauptete.

Dagegen war der KM3-Sieg (Jahrgang 2000 und jünger) von Julia Kotke (TV Rheinfelden) zwar deutlich, doch trennten die Ränge zwei und acht nur 1,5 Punkte. Zweite wurde Jana Zeh und Dritte Leonie Grandjean vom TB Wyhlen.

Das gute Niveau der Wettkämpfe belegen auch die höchsten Wertungen in den diversen Wettkampfklassen. In der KM1 sorgte Jana-Marie Nieland vom SV Istein, der mit sechs Titeln erfolgreichster Verein vor dem TV Rheinfelden (5) war, für den sportlichen Höhepunkt mit der Note 13,2 am Schwebebalken. In der KM2 erhielt Emily Meinhardt sowohl am Sprungtisch (13,9) als auch im Vierkampf mit 50,65 Zählern die höchsten Wertungen. Ebenfalls beim Sprung gelang dies Tabea Thiel (SV Istein) in der KM3 mit 12,75 Punkten und in der KM4 Elysanne Ramin-Wright (SV Istein) mit 12,95 Zählern.