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13. November 2008

Firma mit Weltgeltung beeindruckt den Minister

Willi Stächele besuchte den Bühnenvorhanghersteller Gerriets

  1. Blick hinter den Vorhang: Finanzminister Willi Stächele (Mitte) und der CDU-Bundestagskandidat Daniel Sander ließen sich von Seniorchef Walter Gerriets und Ehefrau Elke den Firmensitz zeigen. Foto: manfred Frietsch

UMKIRCH (fri). Weltfirmen kann ein baden-württembergischer Finanzminister nicht nur an seinem Dienstsitz in Stuttgart ausmachen. Dass es eine solche auch im Breisgau in Umkirch gibt, davon überzeugte sich gestern Willi Stächele persönlich bei seinem Besuch bei der Firma Ger-riets. Eine Stunde lang nahm er sich Zeit, um sich von Seniorchef Walter Gerriets und seiner Frau Elke den Firmensitz des Weltmarktführers für Bühnenvorhänge vorstellen zu lassen. Denn die Firma Ger-riets, die einmal mit Textilhandel angefangen hat, ist seit Jahrzehnten die gefragte Adresse für die großen Theaterhäuser auf der ganzen Welt, wenn es um Bühnenvorhänge geht. Der Besichtigung schlossen sich auch Bürgermeister Walter Laub und Ingeborg Babucke vom Umkircher CDU-Ortsverein an, dazu Sven Ganter von der Jungen Union und Daniel Sander. Er ist Kandidat für die Bundestagswahl im kommenden Herbst und lernt nun im Geleit etablierter Unionspolitiker wie Stächele Firmen und Kommunen im Wahlkreis kennen.

Stächele ließ sich auch das neue Lagergebäude von Gerriets zeigen, das auf dem früher unter anderem von Langnese genutzten Areal direkt neben der Firmenzentrale errichtet wurde. Der stützenfrei errichtete Lagerbau ist ebenso hochmodern wie die neue Büroeinrichtung von Vitra. Stächele sah es mit Genugtuung, dass eine wirtschaftlich erfolgreiche Firma wie Gerriets selbst wieder Aufträge für andere innovative Firmen erzeugt. Das wurde auch deutlich, als Walter Ger-riets auf Vorrat gelagerte Spezialmotoren zeigte, die für die Bühnenvorhänge benötiget werden. Sie werden von einer Firma aus Eisenbach im Hochschwarzwald angefertigt. Gerriets selbst hat die Fertigung in seinem Zweitwerk im elsässischen Volgelsheim konzentriert. In Umkirch sind Marketing, Entwicklung und eine mechanische Werkstatt konzentriert.

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Stächele fragte auch nach, wie Gerriets an seine internationalen Aufträge herankomme. Hier spielt der Ruf, den Gerriets in der Theaterszene erworben hat, eine große Rolle, aber auch die Bereitschaft, mit eigener Ingenieurerfahrung immer wieder höchst individuelle Wünsche einzelner Häuser bedienen zu können. "Ich sehe, ihr Netzwerk im Ausland ist gespannt", sagte Stächele beeindruckt. Neben der gesamten westlichen Welt und Japan spielt hier zunehmend China eine Rolle. "Da sollen in den nächsten Jahren allein 50 Opernhäuser gebaut werden" berichtete Walter Gerriets.

Stächele ermunterte aber, gerade auf neuen Auslandsmärkten offensiv auch auf die politische Schiene zu setzen: In Osteuropa und Asien etwa spiele die politische Ebene bei Entscheidungen über Aufträge eine große Rolle. Hier könne der Kontakt, den auch die Landespolitik pflege, von Nutzen sein. Das Beispiel Gerriets will Stächele auch als Ermunterung für andere Mittelständler nutzen.

Autor: fri