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06. Februar 2012
Heißer Umzug bei Minusgraden
Ein närrisches Jubiläum war es für den Umkircher Narrenclub nicht / Zum 40.Geburtstag kamen 57 Gruppen und Wagen.
UMKIRCH. Warm eingepackt erlebten zahlreiche Zuschauer bei strahlendem Sonnenschein, aber eisigen Temperaturen den großen Fasnetsumzug in Umkirch. Erst nach der Terminfestsetzung und im Laufe der Planungen erfuhren die beiden Vorstandsdamen des Umkircher Narrenclubs UNC, Manuela Leukel und Daniela Tritsch, dass es sich eigentlich um einen Jubiläumsumzug handelt: Vor 40 Jahren fand in Umkirch die erste Narrenhockete statt.
So reiht sich dieser Umzug in die beiden anderen großen 30- und 33-jährigen Jubiläumsumzüge ein, die auch nicht am Rosenmontag stattfanden. Wegen des Termins konnten viele Zünfte ihre Teilnahme zusagen: 57 Gruppen waren aus dem Schwäbischen, aus dem Markgräflerland bis Lörrach, aus dem Ortenaukreis und aus den umliegenden Nachbargemeinden gekommen. Die beiden Guggemusiken "Schräg un Lutt" aus Umkirch und "Erscht ä mol Gugge" aus Emmendingen" sorgten für fetzige Musik.
Vorneweg marschierten das Gardeballett des UNC und die beiden Umkircher Figuren, Häx und Esel. Sechs große Umzugswagen hatten zugesagt, gekommen waren aber einige mehr. Dabei waren die Jungwinzer aus Pfaffenweiler und "Robin Hood" aus dem Glottertal. Konfettiregen, Popcorn und Bonbons gingen auf die Zuschauer nieder. Teilnehmer und Publikum suchten sich teilweise mit Alkohol aufzuwärmen, was bekanntlich nur kurzzeitig gelingt und dann ins Gegenteil umschlägt.
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Moderiert wurde der Zug durch die bestens gelaunten beiden Vorsitzenden des UNC. "Es ist super gelaufen", sagte Daniela Tritsch im Anschluss an den Umzug. Sie fürchte nur, dass sie heiser werden würde. Die neue Umzugsstrecke verlief durch die kleineren Straßen hinter dem Rathaus, wo sich wie auf der Hauptstraße viele Zuschauer eingefunden hatten. Die meisten versuchten, ein Sonnenplätzchen zu ergattern.
Gut frequentiert war vor, während und nach dem Umzug auch das "Narrendorf" auf dem Gutshofplatz. Einige Umkircher Vereine boten hier Getränke und Essen für die Narren. Die verschiedenen, fantasievollen Häs auf dem sonnigen Platz und die Stände mit ihren dampfenden Speisen boten einen schönen Anblick an diesem strahlenden Tag. In den vergangenen Jahren war der Rosenmontagsumzug in Umkirch immer kleiner geworden, so dass sich der Verein entschloss, den Termin in diesem Jahr vorzuverlegen. Der Erfolg gab ihm recht, es konnten gar nicht alle Zünfte angenommen werden, die gern teilgenommen hätten.
Autor: Kati Wortelkamp


