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05. Oktober 2011

In Umkirch wird weiß-blau gefeiert

Narrenclub ist mit seinem erstmals ausgerichteten Oktoberfest mehr als zufrieden / Dirndl, Maßkrüge und Gaudi ohne Ärger.

  1. Flink waren die Helferinnen vom Narrenclub im Dirndl als Bedienungen unterwegs. Problemlos meisterte Bürgermeister Walter Laub (rechts) den Fassanstich und stieß mit (von rechts) Daniela Tritsch, Andreas Diebold und Manuela Leukel vom Clubvorstand an. Foto: manfred frietsch

  2. Viel Spaß gab es beim Nägelklopfen. Foto: Manfred Frietsch

UMKIRCH. Ein so ein schöner Oktober, das muss doch gefeiert werden: Am Sonntag bot dazu der Narrenclub Umkirch mit seinem erstmals ausgerichteten Oktoberfest Gelegenheit für feierfreudige Badener, sich auch abseits des Gequetsches vom Münchner Original in weißblauer Feierlaune zu versuchen. Für die Veranstalter wurde das Wagnis zum Erfolg. "Der Abend lief bombastisch", erklärte hinterher Daniela Tritsch vom Vorstand der Narren.

Weinberge sucht man vergeblich auf Umkircher Gemarkung und also gibt es auch kein Weinfest im jährlichen Veranstaltungskalender. Aber feiern will man hier so gerne wie anderswo, weshalb im Narrenclub, angestoßen von Andreas Diebold, die Idee aufkam, es mit einem eigenen Oktoberfest zu versuchen. Hatte man zunächst noch an ein Festzelt auf dem Gutshofplatz gedacht, entschied man sich dann doch für die Mehrzweckhalle. Und das erwies sich als gute Lösung: Hier war genügend Platz, ein gut kontrollierbarer Eingang, keine Parkplatzprobleme und auch kein Ärger wegen des Lärms von draußen rauchenden Gästen. Denn für diese hatte man einfach hinter der Halle einen Auslauf mit Zaun und Planen abgesteckt, mit Frischluftzufuhr vom angrenzenden Wald und zum Ort hin durch die Halle bestens abgeschirmt.

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Bürgermeister Walter Laub schaffte zur Festeröffnung am Vormittag – obwohl einmal der Kopf des Holzhammers absprang – einen trockenen Fassanstich, so dass kein Tropfen Gerstensaft vergeudet wurde und alles den Weg in die Maßkrüge fand. Gemeinsam mit Diebold, Daniela Tritsch und der ersten Vorsitzenden des Narrenclubs, Manuela Leukel, stieß Laub zu den Klängen des Musikvereins an. Den Mittag nutzten auch ältere Umkircher und Familien, um sich bei Weißwürsten und Lebekäse zu stärken oder den von den Mitgliedern des Narrenclubs selbst gebackenen Kuchen zuzusprechen. Voller wurde es erst gegen Abend, als auch viele jüngere Festbesucher und befreundete Narrenzünfte aus dem Umland kamen.

Viele Besucher hatten sich trachtenmäßg in Schale geworfen, vor allem Frauen und Mädchen im Dirndl, aber auch einige Männer in Lederhosen und mit Sepplhut, wenigstens aber mit einem karierten Hemd.

Da von 18 Uhr an Eintritt verlangt wurde, kamen nur Gäste, die auch länger bleiben wollten. Die Narren hatten vorsorglich einen Sicherheitsdienst angeheuert, der aber kaum Arbeit hatte. "Es gab keine Schlägerei und auch keine Bierleichen, die Stimmung war immer fröhlich" freute sich Daniela Tritsch. Mit Nägelklopfen und Baumsägen war Kurzweil geboten. Richtig Stimmung brachten die Guggemusik und die Wahl der schönsten Dirndln. Den meisten Beifall spendete das Publikum für Nadja Nowak und Silvia Zipfel, die dann im Stechen mit rotem Kleid und grüner Schürze als Siegerin gekürt wurde.

"Die Bereitschaft, so ein Oktoberfest wieder zu machen, ist im Verein groß" meinte Daniela Tritsch hinterher. Rund 50 Mitglieder hatten mitgeholfen und selbst, wie ihnen unschwer anzumerken war, trotz des stundenlangen Einsatzes jede Menge Spaß dabei.

Info: Bilder vom Oktoberfest unter http://www.bz-online.de/umkirch

Autor: Manfred Frietsch