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24. September 2015

Unterwegs zum Johannespark

Bebauungsplan für neues Gemeindezentrum und vier Häuser mit 52 Wohnungen in Auftrag gegeben.

  1. Architekt Thomas Buchler erläuterte den Stadträten die Pläne für das Johannes-Gemeindezentrum. Foto: Lauber

WEIL AM RHEIN (nn). Der Bauausschuss des Weiler Gemeinderats hat am Dienstag den Weg für die Umgestaltung des Quartiers um die evangelische Johannesgemeinde freigemacht. Nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens werden die Kirchengemeinde ein neues Gemeindezentrum und die Amann Wohnbau vier Wohnhäuser mit 52 Wohnungen errichten können.

Bei einem Lokaltermin vor der Ausschusssitzung hatten sowohl Herbert Hery und Holger Amann als auch Pfarrer Baßler, Mitglieder des Ältestenkreises und Architekt Thomas Buchler Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen.

Die Amann Wohnbau wird auf dem von der Kirchengemeinde übernommenen Geländeteil an der Goethestraße und im Bereich des Kindergartens eine Tiefgarage und vier Wohngebäude errichten. Entgegen früheren Plänen werden alle vier Gebäude gleich hoch und verfügen über drei Vollgeschosse und ein Sattelgeschoss. Insgesamt entstehen 52 Wohnungen, die im Schnitt etwa 60 Quadratmeter groß sind. Auf Wunsch der Kunden sind aber andere Zuschnitte möglich.

In der Tiefgarage wird es 46 Stellplätze geben, sechs weitere außerhalb. Somit entfällt auf jede Wohnung ein Stellplatz, was Stadtrat Schiffmann zu wenig erschien. Allerdings bewegt sich der Bauherr mit dieser Regelung innerhalb der rechtlichen Vorgaben. Nur wenn einzelne Wohnungen größer als 80 Quadratmeter würden, wären für diese jeweils zwei Stellplätze nötig, erläuterte Matthias Noll vom Stadtplanungsamt.

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Eva-Maria Bozenhardt regte an, einen Stellplatz für Ärzte, Pflegedienste und dergleichen zu reservieren. Das ist bereits vorgesehen. Außerdem forderten Thomas Harms und Johannes Foege, den Bauherren darauf zu verpflichten, dass die Tiefgaragenplätze zwingend als Teil der Wohnungen mitverkauft werden, damit die Autos der Bewohner nicht auf der Straße stehen. Harms regte zudem an, die Tiefgarage zweigeschossig anzulegen oder mit Doppelparkanlagen auszustatten, um zusätzliche öffentliche Stellplätze zu schaffen. Das hielten aber sowohl Bürgermeister Huber als auch der Bauherr aus Kostengründen – ein Tiefgaragenplatz kostet etwa 25 000 Euro, würde aber in einer zweigeschossigen Anlage viel teurer – für nicht praktikabel.

Thomas Bayer schlug vor, die Wohnhäuser um eine Etage höher zu bauen, um mehr Wohnraum zu gewinnen. Dem widersprach aber Stadtplaner Noll. Der Kirchturm solle die Bebauung auf jeden Fall noch überragen. Er könne sich eher vorstellen, dass das Pflegeheim noch eine Etage aufstocke: "Dann hätten wir eine einheitliche Höhe an der Bühlstraße."

Auf dem bei der Kirchengemeinde verbleibenden Grundstücksteil entlang der Schiller- und der Bühlstraße entsteht das neue Gemeindezentrum (siehe Infobox). Große Glasflächen sorgen für ein Zentrum, das auch optisch "Offenheit" vermittelt, und ermöglichen schöne Ausblicke auf den Johannespark, in den die Außenflächen mit dem beeindruckenden Baumbestand nun endlich verwandelt werden sollen, wie Gerd Tausendfreund vom Ältestenkreis sagte.

Entlang der Schillerstraße sind neun, entlang der Bühlstraße fünf Stellplätze vorgesehen. Auch diese Zahl wurde für zu gering gehalten, entspricht aber ebenfalls der Rechtsordnung. Der Gehweg an der Schillerstraße, bisher Eigentum der Kirche, soll an die Stadt übergehen.

Das Gelände zwischen Kirche und Kindergarten wird übrigens als eigenes Flurstück abgetrennt und soll das "Sparbuch" der Gemeinde darstellen. Denn mittelfristig, daran ließ Stadtplaner Noll keinen Zweifel aufkommen, strebe man eine Schließung dieser Baulücke an, so dass gegen die Bühlstraße eine geschlossene Bebauung entsteht. Das "Sparbuch"-Grundstück werde also als Wohngebiet mit einem Baufenster ausgewiesen.

GEmeindezentrum

Die Kirche bleibt weitgehend unverändert. Die bisherigen Nebenräume werden jedoch von etwa 770 auf 325 Quadratmeter verkleinert. Es entsteht ein an den Kirchenraum nach Westen zur Goethestraße hin anschließendes Mehrfunktionengebäude mit einem 128 Quadratmeter großen Veranstaltungssaal, der in zwei kleinere geteilt werden kann, einem 70 Quadratmeter großen Foyer, Küche (30 qm), Abstellraum (15 qm), Toiletten (18 qm), Besprechungs- (30 qm) und Gruppenraum (24 qm).  

Autor: nn

Autor: nn