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12. August 2017

Fast alles ist neu

Nach dem Abstieg in Liga zwei stellen sich Freiburgs Basketballerinnen anders auf.

  1. Mirna Paunovic Foto: Schneider

FREIBURG. Mit dem bisherigen Hauptsponsor, einem neuen Chefcoach, einer neuen und doch altbekannten Co-Trainerin sowie einer runderneuerten Mannschaft werden sich die Basketballerinnen des USC Freiburg in der neuen Saison präsentieren. Nach 17 Jahren in Folge in Liga eins ist das Team nach dem Abstieg im Frühjahr nun zweitklassig.

Dem Konzept, auf junge deutsche Spielerinnen zu setzen, ist der Klub indes nicht nur treu geblieben, sondern hat es noch ausgebaut. Dennoch strebt der Verein den sofortigen Wiederaufstieg in die erste Liga an.

Es gab schon zahlreiche Basketball-Frauen-Erstligavereine, die sind nach dem Abstieg in die zweite Liga in der Versenkung verschwanden. Und es gab Klubs, die sich finanziell übernommen hatten und den Laden ganz dicht machen mussten. So etwas erscheint bei den Eisvögeln unvorstellbar, solange Harald Janson als Sportlicher Leiter fungiert.

Deshalb hat der 48-Jährige seit dem Abstieg mit seiner Vorstandscrew nicht nur Ausschau nach neuen Spielerinnen gehalten, sondern versucht, die bisherigen Sponsoren zu halten. "Die Eisvögel wissen es sehr zu schätzen, dass sie treue und loyale Sponsoren haben", sagt Janson. Deshalb ist er auch sehr froh, dass der Hauptsponsor gehalten werden konnte: die Ökostromgruppe Freiburg. Das Unternehmen, das seit rund 30 Jahren existiert, projektiert und realisiert erneuerbare Energie-Anlagen und betreibt diese in Bürgerbeteiligung. Es hatte vergangenes Jahr mit seinem Engagement unter anderem den erstmaligen Start des USC in einem europäischen Wettbewerb möglich gemacht. "Wer im Bereich der erneuerbaren arbeitet, weiß, dass Rückschläge kein Grund sind, ein wichtiges Ziel nicht weiterzuverfolgen. Entscheidend ist dann der Zusammenhalt.  Wir freuen uns, den Weg der Eisvögel weiter zu begleiten", sagt Andreas Markowsky, der Geschäftsführer der Ökostromgruppe.

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Die Sponsoren ermöglichen dem Klub damit auch, in Pierre Hohn (25) nicht nur einen hauptamtlichen Trainer zu beschäftigen, sondern auch eine neue Co-Trainerin zu präsentieren: Mirna Paunovic. Die 40-Jährige Centerin spielte zwischen 2005 und 2012 bei den Eisvögeln und war in dieser Zeit eine der überragenden Spielerinnen. Inzwischen ist Mirna Paunovic zweifache Mutter und wohnt mit ihrem Ehemann sowie den Kindern in Ettenheim. "Einmal Eisvogel – immer Eisvogel", sagt die 40-Jährige, die Viktor Herbosa nachfolgt.

Zusammengespielt hat Mirna Paunovic allerdings mit keiner Spielerin aus dem aktuellen Kader mehr, nachdem nun auch die Kapitänin und angehende Lehrerin Juliane Hodapp kürzertreten will. Den Klub verlassen haben neben Satou Sabally (Oregon Ducks/USA) und Nadjeschda Ilmberger (Saarlouis) auch die fünf ausländischen Spielerinnen.

Neu im Kader ist unter anderem Aufbauspielerin Pauline Mayer (16 Jahre), die mit der U-16-Nationalteam bei der EM in Frankreich nach starker Vorrunde im Viertelfinale gegen Lettland knapp verlor und nun um die Ränge fünf bis acht spielt. Ins Eisvögel-Team aufgerückt sind auch Leonie Kambach (16), Emily Kapitza (17), die vergangenes Jahr mit dem deutschen U-16-Team Vizeeuropameister gewesen ist, Luisa Nufer (15) und U-20-Nationalspielerin Laura Zdravevska (19), die vom Zweitligisten Würzburg kam.

In der zweiten Liga dürfen maximal zwei nicht-europäische Spielerinnen eingesetzt werden. Diese Positionen werden beim USC von Kelly Hughes und Kristen Gaffney besetzt. Flügelspielerin Hughes spielte zuletzt beim Boston College, Innenspielerin Gaffney bei East Carolina.

Am 28. August starten die Eisvögel in die gemeinsame Saisonvorbereitung, am 30. September (19.30 Uhr) beginnt mit einer Heimpartie gegen Speyer-Schifferstadt die Saison in der zweiten Liga Süd.

Autor: Georg Gulde