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27. Juli 2012

"Vier, fünf Nasen" mit Erfolgsrezept

Grunholzer Motorradfreunde werden 25 und feiern 32. Fest.

  1. Gesellig und rockig geht es zu beim Grunholzer Motorradfäscht, mit dem die Initiatoren schon 67000 Euro für gute Zwecke eingesspielt haben. Heute, Freitag, startet die 32. Auflage. Foto: Marcus Seuser/Charlotte Fröse

  2. Motor der Motorradfreunde seit Beginn: Harry Eschbach Foto: Marcus Seuser

LAUFENBURG-GRUNHOLZ. Ein Bikerjubiläum wird am Wochenende in Grunholz gefeiert. Seit 25 Jahren gibt es die Motorradfreunde Grunholz, die von heute, Freitag, bis Montag, 30. Juli, zu ihrem mittlerweile 32. Motorradfäscht auf die Festwiese in Grunholz einladen. 32 Feste in 25 Jahren? Des Rätsels Lösung ist schnell gefunden: "Die ersten sieben Jahre nach unserer Gründung haben wir zwei Motorradfäschte pro Jahr initiiert", erzählt der Chef der Motorradfreunde, Harry Eschbach.

Eschbach ist Gründungsvorsitzender. Sozusagen, denn: "Wir sind kein offizieller Verein." Begonnen hat alles vor einem Vierteljahrhundert aus dem tragischen Ereignis heraus, dass zwei Motorradkameraden kurz nacheinander bei Unfällen ums Leben kamen. "Damals funktionierte die schnelle Hilfe noch nicht so wie heute", schildert Eschbach. Also taten sich "vier, fünf Nasen" zusammen, um Feste zu veranstalten, deren Erlös der Rettungshilfe zugute kommt. 67 000 Euro wurden so im vergangenen Vierteljahrhundert "zusammengekratzt" und an Hilfsbedürftige oder Hilfsorganisationen weitergegeben. Dieses Jahr fließt der Festerlös an die Deutsche Rettungsflugwacht. Nur dank des schnellen Einsatzes eines Rettungshubschraubers hat der in diesem Frühjahr verunglückte jüngste Kamerad der Gruppe seinen schweren Unfall gut überstanden und ist heute wieder ganz gesund.

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Das Grunholzer Motorradfäscht hat sich einen Namen weit über die Region hinaus gemacht – auch ohne Striptease und Burnout. Von überall her kommen die Biker nach Grunholz, um mit den Motorradfreunden ihr Fäscht zu feiern. "Das gibt unserer Idee recht", sagt Eschbach. So ist die Zeltwiese inklusive Frühstück bereits gerichtet. Da legen die Motorradfreunde großen Wert drauf, denn meist erreicht die Motorradfete, die natürlich längst nicht nur Bikern offensteht, erst nach Mitternacht ihren Höhepunkt.

Natürlich gibt es am Samstag auch wieder ein großes Lagerfeuer auf dem Festgelände, und eigens zum Jubiläum entzünden die Motorradfreunde anstelle eines Feuerwerks eine extra große "Jubiläumsschwedenfackel". So an die zehn Meter dürfte das Ding nach Eschbachs Schätzungen groß sein.

Und eines ist Eschbach noch wichtig: "Wir feiern auch bei schönem Wetter." Will heißen: Die Biker in Grunholz feiern ihr Fäscht einfach bei jedem Wetter.

DAS PROGRAMM beim Motorradfäscht

Zünftiger Rock in verschiedensten Variationen spielt auch beim Jubiläums-Motorradfäscht die erste Geige. Garant für gute Stimmung ist – wie allein schon der Name verrät – heute, Freitagabend, ab 19 Uhr die Rockband Smoky and the Turbobikers.

Keine Unbekannten auf der Grunholzer Biker-Bühne sind Rough Stuff, die am Samstagabend in die Saiten greifen. Die Hardrockband aus Pforzheim ist seit

18 Jahren dabei. Den Boden für Rough Stuff bereitet ab 19 Uhr die Rockband The Rangers aus Wehr. Eine große Jubiläumsschwedenfackel fehlt am Samstagabend auch nicht.

Nach zwei Tagen feiern ist am Sonntag erst einmal Festpause, bevor es am Montag ab 16 Uhr weitergeht mit dem traditionellen Handwerkerhock. Auf die Kinder warten dann eine Hüpfburg und Fahrten auf dem Minimotorrad- Parcours, während beim Hock für die Erwachsenen viel Raum ist für ausgiebige Geselligkeit – und das dann ganz ohne Rockmusik.  

Autor: old

Autor: Hildegard Siebold


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