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03. August 2012
Von der Ferienkolonie zum Mythos
Seit 1913 ist das Landschulheim Käfersberg Ziel für die Offenburger Ferienkinder / Erste Käfersberg-Ferienwoche endet heute.
OFFENBURG. Das Landschulheim Käfersberg gehört zu den Offenburger Sommerferien wie Freibad und Eiscreme. Auch diesen Sommer nutzen insgesamt 250 Kinder aus Offenburg und Umgebung die Ferienwochen für einen Aufenthalt im neuen Landschulheim. Heute geht die erste Käfersbergwoche zu Ende.
Schon seit fast 100 Jahren bietet die Stadtranderholung der Stadt Offenburg Kindern Ferien- und Freizeitangebote in Käfersberg an. Das Angebot startete 1913 als Ferienkolonie für Kinder aus ärmeren Familien, das Haus Käfersberg wurde dann 1925 im Barackenstil erbaut. Im Januar 2011 konnte der Neubau des Landschulheims, der durch großes bürgerschaftliches Engagement der Offenburger ermöglicht wurde, mit rund 300 Quadratmeter Grundfläche, darunter erstmals auch zwei Schlafsälen, eingeweiht werden.Nun verbringen die Kinder bereits den zweiten Sommer im "neuen Käfersberg". Highlight ist und war schon immer der steile Hang hinter dem Gelände, von den Käfersberghelden auch "Todeshang" genannt. "Käfersberg ist toll, weil es hier den coolen Hang gibt, mit den Wurzeln zum Hochklettern und unten den Bach zum Staudämme bauen", meint der kleine Janosch ziemlich erledigt nach seinem zweiten Tag auf Käfersberg.
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Andere Kinder halten sich auch gerne am Haus auf, wo Spiele und Bastelangebote auf sie warten. Ausflüge und Wanderungen in die Umgebung werden angeboten, wenn das Wetter mitspielt, fährt der Sammelbus die Mannschaft aus 50 Kindern auch schon mal für einen Tag in eines der nahegelegenen Freibäder.
Neu seit 2011 sind die Übernachtungen auf Käfersberg in den beiden Schlafsälen mit je 32 Betten. Für die Kinder ein Highlight, auf das sie sich die ganze Woche freuen. Die Nachfrage war auch dieses Jahr wieder sehr hoch, gerade für die ersten beiden Ferienwochen. "Käfersberg zieht nach wie vor wahnsinnig", meint Martin Maldener, Leiter der Stadtranderholung Offenburg. Zum einen natürlich wegen des attraktiven Geländes, aber auch der Mythos spiele hier eine sehr große Rolle.
Viele Offenburger Eltern und Großeltern waren selber in ihrer Kindheit schon auf Käfersberg, die Tradition wird fortgesetzt. Für Maldener funktioniert auch der Neubau mit seinen zwei großzügigen Aufenthaltsräumen, den Schlafsälen und Duschräumen bisher sehr gut. Kritisch wird es wenn das Wetter nicht mitspielt.
Fünfzig Kinder, die auch bei schlechtem Wetter das Gelände und den steilen Hang nutzen, das sind eben auch fünfzig Paar schmutzige Schuhe und nasse, dreckige Kleidung – vor allem am Hosenboden. Und so fordert der Busfahrer die jungen Passagiere auf der Rückfahrt nach Offenburg auf, doch bitteschön eine Plastiktüte unter den Allerwertesten zu legen, wenn dieser beim Hangrutschen zu arg in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Autor: Carola Bruhier



