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13. Januar 2014

Jetzt hat die Zukunft ein Gesicht bekommen

Zum Beginn ein Wohn- und Geschäftshaus und ein Wohnhaus: Richtfest in der Neuen Ortsmitte Buchholz / Fränzi Kleeb: "Bin froh, dass der Startschuss gefallen ist" .

  1. Die Zimmermänner Niklas Dormanns und Martin Wehrle auf dem obersten Balkon beim Richtspruch für das neue Wohnhaus in der Buchholzer Ortsmitte. Foto: Eberhard Weiss

WALDKIRCH. "Mit Gunst und Verlaub...", der alte Zimmermannsspruch erklang zum Richtfest am Freitag von einem hohen Balkon des Wohnhaus-Neubaus in der künftigen neuen Buchholzer Ortsmitte. Niklas Dormanns, assistiert von Martin Wehrle (beide Zimmerei Jägle, Siensbach) sprach ihn. Seine Grüße und sein Dank galten der Bauherrschaft, Kollegen, künftigen Bewohnern und vielen anderen wie etwa Oberbürgermeister Richard Leibinger, Ortsvorsteherin Fränzi Kleeb, Stadt- und Ortschaftsräten, Vertretern des Handwerks und der Banken.

"Ich bin sehr froh, dass heute dieser Startschuss gefallen ist", sagte Fränzi Kleeb und gab sich überzeugt, "dass wir eines nicht allzu fernen Tages eine sehr schöne Ortsmitte hier haben werden". Heute sei ein "Meilenstein", meinte Architekt Klaus Wehrle, den es zu feiern gelte. Vielleicht klangen da die vielfältigen Bemühungen um dieses Projekt, Besichtigungen und Besprechungen mit. Brandneu ist es ja nicht. Schon 1998 wurden Planungsvarianten zu einer neuen Ortsmitte entwickelt, aber niemand wollte mitmachen, Investoren waren nicht zu finden.

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Erst im Jahre 2011 war es dann soweit und Ortsvorsteherin Fränzi Kleeb stellte damals im November im Ortschaftsrat mit Klaus Wehrle und Christoph Burger das Projekt vor. "Alles hat seine Zeit und Projekte gilt es, zu finanzieren", sagte dazu Detlev Kulse, Leiter des städtischen Bauamts. Jetzt passe es und man habe die Leute gefunden, die sich engagieren.

Christoph Burger und Klaus Wehrle stellten dann damals den vielen erschienenen Bürgerinnen und Bürgern den ersten Teilbereich des zwei große Bauten umfassenden Projekts an der Ecke Eisenbahn- und Alte Dorfstraße vor. Leitlinie sei es, neben der Volksbank-Filiale und einer Physiotherapie-Praxis attraktiven und preiswerten Wohnraum für junge Familien und ältere Menschen zu schaffen. Lebhaft ging es dann noch einmal in einer Informationsveranstaltung im überfüllten Ratssaal zu. "Diese Bebauung ist unsere Zukunft", hatte Ortschaftsrat Nikolaus Wernet zum Schluss an diesem Märzabend 2012 gesagt.

Diese Zukunft hat jetzt mit dem Richtfest ein Gesicht bekommen. Das große Geschäfts- und Wohnhaus öffnet sich zur Eisenbahnstraße, das Wohnhaus zur Alten Dorfstraße hin. Im ersteren wird die Volksbank im Erdgeschoss ihre Buchholzer Filiale einrichten. Im ersten Obergeschoss befindet sich dann die Praxis eines Physiotherapeuten, darüber fünf Wohnungen. Das Haus soll im April bezugsfertig sein. Das Wohnhaus an der Alten Dorfstraße umfasst zwölf Wohnungen. Es gibt sowohl modern gestaltete Zweizimmerwohnungen mit jeweils 60 Quadratmeter Wohnfläche bis hin zu 125 Quadratmeter messenden Maisonettewohnungen. Die Käufer konnten ihre Vorstellungen und Wünsche einbringen. Die Wohnungen sind per Aufzug erreichbar, alle barrierefrei und an die Nahwärmezentrale des in unmittelbarer Nähe liegenden Schulhauses angeschlossen. Die Preise liegen, so Architekt Wehrle, zwischen 2050 und 2350 Euro pro Quadratmeter. Alle Wohnungen seien bereits verkauft. 70 Prozent würden vom Käufer selbst bewohnt, 30 Prozent vermietet. Die ganze Anlage soll im Spätsommer komplett fertig sein.

Wie es guter Brauch ist, trafen sich Käufer und Verkäufer zusammen mit den Handwerkern und allen sonst Beteiligten nach dem Richtfest noch zum fröhlichen Schmaus.

Autor: Eberhard Weiß