Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
12. November 2009 17:32 Uhr
Fasnachtsauftakt der Wilerz Zipfel
Als Sänger einfach eine Wucht
Eins muss man der Narrenzunft Wiler Zipfel lassen: Ihre Eröffnung der Fasnachtssaison hat es stets in sich. Einen glänzenden Einstand feierte dabei Dietmar Fuchs als frisch gebackener Oberzunftmeister.
In der voll besetzten Jahnhalle stellten die Zunftmeister mit einem abwechslungsreichen Programm wieder ihr Können unter Beweis. Dabei zeigte sich einmal mehr: Ihre Stärken liegen nicht allein in der Schauspielerei, sondern vor allem in den musikalischen Beiträgen.
Nach der Begrüßung, bei der Ozume Dietmar Fuchs auch den CDU-Abgeordneten Armin Schuster, der extra aus Berlin eingeflogen war, willkommen heißen durfte, war es Markus Pittorf von der IG Stroßefasnacht vorbehalten, die neue Plakette musikalisch vorzustellen. Kurt Ruser kommentierte das närrische Jubiläum "11 Jahre IG Stroßefasnacht", das diesmal die Plakette als Sujet ziert.
So ganz ohne Losung – das ist für die Weiler Fasnachtsplakette keine Lösung, waren sich Peter Guggenbühler und Hans-Rudi Lienin einig und zauberten flugs das Motto, das Hermann Schupp kreierte, hervor: "Wenn’s no lang so wyter goht, goht’s nümmi lang so wyter," hatte Dr. Karlfrieder Elsner eigens auf eine Plakette gemalt.
Bei Doktor Dietmar Fuchs philosophierten anschließend die Patienten Hans-Rudi Lienin und Jürgen Schaller gekonnt über ihre Krankheiten und bekamen die besten Ratschläge: "Rauchen und Saufen".
Werbung
Kurt Ruser beobachtete zusammen mit Jogger Markus Schmieder und Zunftstift Fabien Lienin die Bürger beim Wahlgang. Ob sie rot, grün, gelb oder schwarz oder gar die Linke gewählt haben, das wurde von dem Trio trefflich analysiert.
Einer der Höhepunkte war der Auftritt von Jürgen Schaller als Reservist. In dieser Rolle sorgte er für wahre Lachsalven beim Publikum, das ihn dafür mit einem stürmischen Applaus belohnten.
Flott ging es nach der Pause weiter. Acht Damen der United Dancers aus Aesch zeigten mit ihrem Tanzauftritt wahre Lebensfreude.
Bammert Hans-Peter Hartmann und sein Adjutant René Winzer, der auch gekonnt durchs Programm führte, genossen das Leben im Rebberg. Mit dem Fernglas beobachtete er die Gegend. Da glaubte er sogar zu sehen, dass auf der "Zollfreien" gearbeitet wird. Natürlich machte auch die Verwaltungsspitze, allen voran OB Wolfgang Dietz (Dietmar Fuchs), einen Abstecher zum Bammerthüsli. Wer beim Oberzentrum "obe" und "unte" ist, wurde im Gespräch über die Rheinarkaden und die schwierigen nachbarschaftlichen Beziehungen zu Lörrach rasch deutlich.
Zu begeisternden Momenten gerieten die musikalischen Parodien der Zunftmeister, die am Keyboard von Zunftstift Christian Olivieri begleitet wurden: Da wurde der Hit "Lady Sunshine and Mr. Moon" flugs zu "Frau Heutblum und Mr. Weil – ein Pärchen werden sie nie". Hermann Schupp machte als Drafi Deutscher deutlich: Marmor, Stein und Eisen bricht – doch die Liebe zum Trämli nicht, während Hans-Rudi Lienin und Peter Guggenbühler ganz in der Manier von Udo Lindenberg fragen: "Entschuldigen Sie, wo fährt das Trämli denn nach Altweil?" Der scheidende Landesvater Günther Oettinger bekam ebenfalls sein Fett weg: "Es geht eine Träne auf Reisen," sangen die Zunftmeister mit Inbrunst.
Ein bis auf den letzten Platz gefüllter Saal, ein flottes Programm und aufgestellte Besucher machten diesen Abend zu einem Fasnachtsauftakt, der regelrecht Lust auf die fünf Zunftabende machte.
Autor: nos


