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20. Januar 2017

"Das ist ein Tag zum Aufatmen"

Innenminister Strobl sagt Unterstützung für die Weiler Polizei zu, um die Sicherheitslage in der Grenzregion zu gewährleisten.

  1. OB Dietz ist zufrieden, Innenminister Strobl hat Unterstützung für die Polizeiarbeit in Weil zugesagt. Foto: Lauber

WEIL AM RHEIN. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl hat am Donnerstag Weil am Rhein besucht und dabei gute Nachrichten mitgebracht. OB Wolfgang Dietz war nach dem mehr als zweistündigen Treffen sichtlich zufrieden und sagte beim Pressegespräch: "Das ist ein Tag zum Aufatmen." Grund: Strobl hat zugesichert, dass das Weiler Revier weiter auf die regelmäßige Unterstützung von zwei Einsatzgruppen der Bereitschaftspolizei des Freiburger Polizeipräsidiums zählen kann. Auch die Sicherheitsinitiative für Friedlingen wird fortgesetzt.

In Begleitung von Landrätin Marion Damann, OB Dietz, der Landtagsabgeordneten Josha Frey (Grüne) und Felix Schreiner (CDU) sowie Vertretern der Landes- und der Bundespolizei besichtigte Innenminister Thomas Strobl zunächst den Weiler Rheinpark, die Dreiländerbrücke und den Grenzübergang in Friedlingen. Danach machte sich die Gruppe ein Bild von der grünen Grenze im Bereich der Hardstraße. Ein weiterer Abstecher zum Grenzübergang Otterbach fiel aus, weil der Stau den Zeitplan des Ministers zu sehr durcheinandergebracht hätte.

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Sowohl unterwegs als auch bei einer Gesprächsrunde im Weiler Rathaus verwies Dietz auf die gewonnenen Eindrücke, um noch einmal in Erinnerung zu rufen, dass es sich bei Weil am Rhein eben nicht um ländlichen Raum handle, sondern um einen Teil einer urbanen Agglomeration mit rund einer Million Einwohner. Der locke eben auch kriminelle Gestalten an, die für die Weiler Polizei eine besondere Herausforderung darstellten. Hinzu kämen nun noch die Belastungen durch die Flüchtlingsbewegungen, denen man Rechnung tragen müsse.

Strobl anerkannte in seinem Statement, dass die besondere Lage Weils Probleme und Herausforderungen mit sich bringe, und sprach den Beamten der Landes- und der Bundespolizei sowie der Schweizer Grenzwacht für ihre Arbeit Dank aus. Er wisse um die schwierige Situation in der Grenzregion und die schwierige Sicherheitslage und sei auch bereit zu handeln. Deshalb soll eine achtköpfige Einsatzgruppe der Bereitschaftspolizei in Freiburg, die schon mehrfach in Weil im Einsatz war, etwa an Silvester, weiterhin regelmäßig für das Weiler Revier zur Verfügung stehen. Eine weitere achtköpfige Einsatzgruppe soll ebenfalls regelmäßig die Weiler Kollegen unterstützen. Schließlich werden im März und April zehn Beamte zusätzlich zur bisherigen Planung den vier Revieren im Landkreis Lörrach zugewiesen.

Eine Vermehrung der aktuellen Soll-Stellen-Zahl der Reviere (in Weil sind es 68) geht damit nicht einher. In einem Evaluierungsprozess soll aber in absehbarer Zeit landesweit unter Berücksichtigung der Arbeitsbelastung neu bewertet werden, wie viele Soll-Stellen jedem Revier zuzuordnen sind. Das habe Strobl bei dem Besuch zugesagt, versicherte Dietz, wie auch, dass die Sicherheitsinitiative für Friedlingen fortgesetzt werde. Er wertete die Zusagen Strobls daher insgesamt als "gute Nachrichten". Deren Zustandekommen sei im übrigen auch dem Weiler CDU-Bundestagsabgeordneten Armin Schuster zuzuschreiben, der sich in den vergangenen Wochen und Monaten enorm für die Grenzregion eingesetzt habe, hob Dietz noch besonders hervor.

Autor: Hannes Lauber