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15. März 2011

Eintauchen und abtauchen

Verein Rebtownrock organisierte erstes "Dark Night Festival" vor 150 Zuschauern.

  1. Ein Höhepunkt des Haltinger „Dark Night Festivals“: die Band Basilisk Foto: Ounas-Kräusel

WEIL AM RHEIN-HALTINGEN. Wummernde Bässe, die den ganzen Körper vibrieren lassen, und düstere Klangteppiche von Gitarre und Keyboard füllten am Samstag die Haltinger Festhalle: Der Verein Rebtownrock, bislang bekannt als Organisator des Kultereignisses "Metal in de Räbe" und der Walpurgisnacht, veranstaltete das erste "Dark Night Festival" in Haltingen. Vier junge Death Metal-Bands spielten.

Dunkel war die Halle, nur vom Eingang und der Bar her leuchtete schwaches Licht, die Light-Show tauchte die Bühne abwechselnd in unwirkliches Blau, Grün, Orange-Rot. "Culicidae", die Schülerband aus Schönau, eröffnete das Festival mit der geballten Wucht ihrer Musik. Die "Stechmücken (das bedeutet "Culicidae) füllten die Halle mit wuchtigen Bässen, ihren verzerrten Gitarrenriffs, ihren rauen Stimmen.

Die ersten Besucher standen beieinander, ein Getränk in der Hand, Pärchen lehnten aneinander. Später füllte sich die Halle noch etwas, doch viele Besucher hielten sich auf dem Parkplatz vor der Halle auf: Die Musik als Klangkulisse im Hintergrund, standen sie zusammen zum Rauchen, zum Trinken, zum Reden. Nach Culicidae heizten den Besuchern ein: Timeless Rage (Villingen), Basilisk (Donaueschingen) und Maersung aus Maulburg.

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Man habe bewusst junge Musiker geholt, da sich der Verein Rebtownrock ja zur Aufgabe gemacht habe, junge Metal-Bands zu fördern, sagte Mitorganisatorin Ursula Weniger. Die Idee für das "Dark Night Festival" entstand recht spontan: Ursprünglich wollte der Verein das Metal Force-Festival in diesem Jahr erstmals nach Haltingen holen. Schon 13-mal hatte es in Lörrach stattgefunden und gilt als Geheimtipp unter Metal-Fans nicht nur in der Region. Doch dann sagten die Organisatoren wegen Krankheit ab.

Zu den Höhepunkten der "Dark Night" gehörte sicher der Auftritt der Band "Basilisk": Über den lauten und druckvollen Sound legte das Keybord melancholisch-schwere Klangteppiche, es gab immer wieder melodische Passagen. Trotz ihrer Düsternis – oder gerade deswegen? – lud die Musik ein zum Eintauchen, Abtauchen, Wegtauchen vom Alltag. Einzelne Besucher tanzten ganz selbstvergessen vor der Bühne.

Etwa 150 junge Leute kamen, um für den moderaten Eintrittspreis von fünf Euro das Death Metal-Ereignis zu erleben. Ursula Weniger bedauerte, dass nur wenige Leute aus Weil am Rhein dabei gewesen seien. Außerdem hätte sie sich ein paar Besucher mehr gewünscht.





Autor: Regina Ounas-Kräusel