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02. April 2015

Maut und Einkaufstourismus

KOMMENTAR: Ein Kniff, mehr nicht

Alles hat zwei Seiten. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Aber sie tritt einem in immer neuen Facetten entgegen. Jüngstes Beispiel: der Höhenflug des Franken. Er beschert dem Weiler Einzelhandel nicht mehr für möglich gehaltene Umsatzsteigerungen. Und bringt der Stadt zugleich einen Einkaufstourismus, den selbst die florierende Tram nicht abzufangen vermag, und der deshalb die Weiler Straßen zunehmend verstopft. Vor allem an Samstagen geht auf den Wegen zur Grenze fast nichts mehr. Und in dieser ohnehin schon angespannten Situation soll nun noch eine Mautpflicht für Autobahnen kommen, die weitere Autofahrer auf das städtische Straßennetz ausweichen lässt. Doch es gibt Hoffnung. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster hat mitgeholfen, eine Sonderregelung im Mautgesetz einzubauen. Sie macht es möglich, dass auch vom Ausweichverkehr betroffenen Bundesstraßen mautpflichtig werden. So bleiben Weils Straßen gleichmäßig belastet. Denn für Ausländer macht es keinen Unterschied, auf welchem Weg sie in die Stadt kommen. Zur Kasse gebeten werden sie so oder so. Am eigentlichen Problem ändert der Gesetzeskniff aber nichts: So lange der Franken stark bleibt, so lange kommen auch die Einkaufstouristen. Wer zu Stoßzeiten mit dem Auto nach Weil fährt, wird künftig noch viel Geduld brauchen.

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Autor: nn