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12. August 2017

Leserbriefe

  1. Auch Kreiselkunst – der Stuhlkreisel Foto: Lauber

KREISELKUNST

Typischer Rundumschlag
Zu den beiden Leserbriefen vom 8. August zum Thema Kreiselkunst erreichte uns folgender Leserbrief:
Die Sorgen beider Autoren sind verständlich. Als mögliche Ursachen werden "betrunkene, blinde und Menschen mit Intelligenzdefiziten" angeführt. In deren Aufzählung vermisse ich den Begriff "unzuverlässig", denn bei den Gefährdern (auch sich selbst) handelt es sich nicht nur um solche, die Paragraf 1 Straßenverkehrsordnung nicht befolgen, sondern um eine zunehmende Gruppe von Verkehrsteilnehmern, die sich im Sinne des Gesetzes "unzuverlässig" verhalten.
Menschen, die öffentliche Einrichtungen besudeln, Polizisten bespucken, Sanitäter beleidigen oder Gaffer, die extra mit dem Kfz herbeieilen. Also Menschen, denen in Elternhaus und (Lebens-) Schule nicht genügend mitgegeben wurde. Dies ist der Humus, auf welchem letztlich ein Großteil unserer gesellschaftlichen (auch Verkehrssicherheits-) Probleme gedeihen. Aber muss man denn solche Leute – um jeden Preis – vor sich selber schützen?

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Weil die verkehrstaugliche Zuverlässigkeit weder gewogen noch messbar – geschweige anzusehen – ist, begegnet man von Amts wegen diesem Defizit so, wie man es von je her praktiziert hat: Man holt zum Rundumschlag aus. Koste es, was es wolle. Wegen einiger Unverbesserlichen sollen nun landesweit Kreisel entschärft werden. Bauwerke, welche zuvor von kompetenter Stelle genehmigt wurden, sollen nun – mit Mitteln der Allgemeinheit – abgeändert werden. Derlei Beispiele – zu Nutzen weniger, zu Lasten vieler – sind unverhältnismäßig und leider nicht selten.

Im Übrigen: Ein Leben ohne Restrisiko gibt es nicht. Jedoch wäre es mir deutlich wohler, hätte man bei den Atomkraftwerken staatlicherseits die Risikominderung mit dem verhältnismäßig gleichen Nachdruck verfolgt. Milliarden Menschen, die uns um unsere Möglichkeit beneiden – demokratisch wählen zu können – staunen, wie wir dann doch die Regierung (Minister und Landräte) bekommen, die wir verdienen.
Hermann Stächele, Rheinweiler



TRUNKENHEITSFAHRT

Laternen abbauen
Zur Polizeimeldung "Betrunkener fährt Laterne um" vom 10. August hat ein Leser folgende Meinung:

Es reicht nicht, dass Betrunkene Kreiselkunst umfahren, jetzt fahren sie sogar schon Laternen um, das heißt, alle Laternen müssen abgebaut werden, freie Fahrt für Betrunkene.

Gernot Mayer, Weil am Rhein

Autor: Hermann Stächele, Rheinweiler