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30. Mai 2016

Taufe

Ein ICE3 heißt jetzt "Weil am Rhein"

Weil am Rhein ist und bleibt eine echte Eisenbahnerstadt – diesen Eindruck dürften die Vertreter der Deutschen Bahn nach der Taufe eines ICE 3 auf den Namen der Stadt mit nach Hause genommen haben: Das Bahnbetriebswerk Haltingen platzte aus allen Nähten und das Publikum verfolgte begeistert den Taufakt für das bis zu 330 Stundenkilometer schnelle Gefährt.

  1. Mit Haltinger Sekt tauften (von links) OB Wolfgang Dietz, DB-Vorstandsbeauftragter Ingulf Leuschel, Bundestagsabgeordneter Armin Schuster und DB-Konzernbevollmächtigter Sven Hantel den ICE. Foto: Jochen Fillisch

  2. Im Führerstand des ICE „Weil am Rhein“: (von links) Sven Hantel, Lokführer Wolfgang Rehm, OB Wolfgang Dietz und Ingulf Leuschel Foto: Jochen Fillisch

  3. Riesig war das Interesse der Bevölkerung an dem Taufakt, das Bahnbetriebswerk Haltingen platzte aus allen Nähten. Foto: Jochen Fillisch

Sven Hantel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg freute sich denn auch, dass mit Weil am Rhein eine "Eisenbahnerstadt mit Tradition" die Patenschaft für den Zug übernommen habe. "Die Bahn löst damit ein Versprechen ein", sagte Hantel und unter dem Beifall der Festgäste bekräftigte er ein weiteres Versprechen: Dass die Bahn den Haltinger Wasserturm grundlegend sanieren werde.

OB Wolfgang Dietz wird dabei gehofft haben, dass es zur Umsetzung nicht so lange dauern möge wie bei der Patenschaft der Stadt für den Zug. Bis ins Jahr 2002 nämlich reicht dieses Anliegen des Oberbürgermeisters zurück. Der unterstrich den Symbolgehalt einer solchen Namensgebung und wollte damit die Bedeutung der Stadt Weil am Rhein als Verkehrsknotenpunkt, Zielort und Eisenbahnerstadt gewürdigt wissen. Dass es letztlich geklappt hat, dafür dankte Dietz besonders dem Bundestagsabgeordneten Armin Schuster, dem es nach zahlreichen Absagen seitens der Bahn gelang, Bahnchef Grube zu überzeugen. "Das waren fünf Jahre Arbeit und das war nicht leicht", versicherte Schuster.

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In Ingulf Leuschel, dem Beauftragten des Vorstands der Deutschen Bahn, hatten Dietz und Schuster jedoch einen Fürsprecher, dem der Wunsch der "klassischen Eisenbahnerstadt" am Herzen lag. Leuschel erinnerte daran, dass es fast auf den Tag genau 25 Jahre her sei, dass die Bahn ihre Hochgeschwindigkeitsstrecken in Betrieb nahm. Er erwähnte, dass der ICE Weil am Rhein auf den Strecken des früher in Basel beheimateten "Rheingold" und auch durch die Partnerstadt Trebbin fahren werde.

Mit Haltinger Sekt wurde der ICE 3 getauft, danach machte die Bevölkerung regen Gebrauch von der Möglichkeit, den Zug zu besichtigen. Der Gesangverein Haltingen und der Eisenbahner Musikverein unterhielten die Gäste, das Bahnsozialwerk sorgte für das leibliche Wohl.

Ein Fotoalbum von der ICE-Taufe finden Sie im Internet unter http://mehr.bz/ice-taufe

Autor: Jochen Fillisch