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13. Januar 2017

"My way" auf Nummer eins

Martin Glönkler stellt aus den Wünschen der Herbstzeitlosen eine Hitparade zusammen.

  1. Carolin Lefferts (Dritte von links) und ihr Team sorgen dafür, dass es den Gästen an nichts fehlt. Foto: Sedlak

WEIL AM RHEIN. Das Team der Herbstzeitlosen bereitete seinen Gästen für das bereits zweite Neujahrstreffen einen freudigen Empfang. "Schön, dass Sie auch 2017 wieder hier sind", war an der Eingangstür zum alten Rathauskeller zu lesen. Zudem wurden die Gäste mit einem Bilderrahmen und der Jahreszahl 2017 fotografiert. Auch die Tische waren mit zahlreichen Glücksbringern und einer Vielzahl von kleinen Glückssymbolen geschmückt.

"Ein gutes neues Jahr, verbunden mit viel Gesundheit und frohen Stunden im Kreise der Herbstzeitlosen," wünschte Carolin Lefferts den Gästen im vollbesetzten Rathauskeller, für die sie eingangs aus einem Hebel-Gedicht zitierte: "Das alte Jahr hat’s schlau gemacht, Fort ist’s bei Nebel und bei Nacht. Zum großen Glück für fern und nah, war auf der Stell’ ein andres da".

Es sei erstaunlich, was die Herbstzeitlosen 2016 gemeinsam unternommen haben, meinte Lefferts. So wurden der Südwestrundfunk in Freiburg und Passionsfestspiele besucht, Ausflüge nach Straßburg und Gengenbach unternommen sowie das Gasthaus Rebstock inspiziert. In Basel wandelte man auf den Spuren Hebels. Aber auch die Wanderung am gefühlt heißesten Tag des Jahres und vieles mehr blieben in Erinnerung.

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Die Fußball Weltmeisterschaft 2006 werde als Sommermärchen bezeichnet. "Deutschland bebte vor Glück, doch was ist geblieben?" fragte Carolin Lefferts. Die Finanzkrise folgte und wurde durch die Flüchtlingskrise abgelöst. Aber es kam noch schlimmer: 2016 herrschte Verunsicherung – bedingt durch den Silvesterabend in Köln, den Amoklauf in München, den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin. Man müsse sich aber dadurch nicht verrückt machen lassen. Die Optimisten seien in der Minderheit – aber eine positive Grundeinstellung könne man lernen. Einfach aber sei das nicht, so Carolin Lefferts. Sie wünschte den Anwesenden für 2017 das Sommergefühl aus dem WM-Jahr und dass die Gemeinschaft weiter zusammenwachse und eine positive Grundeinstellung beibehalte.

Für den gelungenen Start ins neue Jahr sorgte der Lieblingsmusiker Martin Glönkler, wie ihn Caro Lefferts bezeichnete. Die Herbstzeitlosen wählten 25 bekannte Lieder und Schlager in die Hitparade – das beliebteste Stück war "My way", von Frank Sinatra (Deutsch Harald Juhnke: Was ich im Leben tat). Temperamentvoll, liebenswürdig und beschwingt trug der charismatische Sänger und Musiker nicht nur das von Paul Anka komponierte Stück vor. Glönkler sang abwechselnd in Deutsch, Englisch und Französisch. Auf den zweiten Platz kam Udo Jürgens "Griechischer Wein" und Rang drei belegte das Chanson "Non, je ne regrette rien" (Nein, ich bedaure nichts) von Edith Piaf.

In der familiären Atmosphäre verbreitete Glönkler Fröhlichkeit, hielt die Nähe zum Publikum und hatte die Lacher auf seiner Seite, als er die mitsingenden Gäste als die Herbstzeitlosen-Fischer-Chöre bezeichnete.

Als Dank für die Teilnahme an der Hitparade gewannen drei Damen Eintrittskarten zu den Film- und Diavorträgen von Martin Schulte-Kellinghaus, die er auch stiftete. Der Nachmittag, der viel zu schnell vorbei ging, war ganz nach dem Geschmack des Publikums.

Die Veranstaltungen der Herbstzeitlosen finden immer mehr Anklang, das Team um Caro Lefferts hat ein Händchen für die Wünsche und Bedürfnisse der jung gebliebenen Senioren ab 50. Es sind dabei nicht nur die Ausflüge, Exkursionen, Vorträge oder Filme allein, die ankommen. Mit allen Aktionen fördern die Verantwortlichen auch die Gemeinschaft und vermitteln ein Willkommensgefühl, Freude sowie eine Lebenszufriedenheit.

Am 25. Januar werden das Bienenkundemuseum im Münstertal sowie Adler Moden in Freiburg besucht. Die offizielle Semestereröffnung findet am 8. März statt: An diesem Nachmittag wird das neue Programm vorgestellt.

Autor: Norbert Sedlak