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13. März 2017

Tam-Team glänzt bei der Übergabe

Mit kurzweiligen Szenen begeistert der neue Pächter Klaus-Peter Klein zusammen mit Emine Akman und Matilda Mara.

  1. Szenenwechsel im Theater am Mühlenrain: Gründer Erwin Sütterlin hat das Theater nun offiziell an OB Dietz, Pächter Klaus-Peter Klein und Kulturamtsleiter Paßlick (von links) übergeben. Foto: PINKAWA

  2. Viele feierten die Tam-Übergabe mit Foto: Joachim Pinkawa

  3. Szenenwechsel im Theater am Mühlenrain: Gründer Erwin Sütterlin hat das Theater nun offiziell an OB Dietz, Pächter Klaus-Peter Klein und Kulturamtsleiter Paßlick (von links) übergeben. Foto: PINKAWA

WEIL AM RHEIN. Mit einem kurzweiligen Abend wurde am Freitag die Übergabe des Theaters am Mühlenrain an die Stadt und von der an den neuen Pächter Klaus-Peter Klein gefeiert. Rück- und Ausblicke wechselten dabei mit kurzen Theaterszenen – fein abgeschmeckte Appetithappen, mit denen das Tam-Team bei den vielen Besuchern Lust auf mehr weckte.

"Das Tam-Theater am Mühlenrain war bisher ein wesentlicher Bestandteil des Kulturangebotes in Weil am Rhein. Es war uns daher ein echtes Anliegen, dieses Angebot auch für die Zukunft zu erhalten und wir sind dem Auftrag überzeugt gefolgt", sagte Oberbürgermeister Wolfgang Dietz in seiner Begrüßungsrede an die Gäste aus Verwaltung, Politik und Kultur. "Die Stadt hat das Gebäude an Klaus-Peter Klein verpachtet, der das Theater im Sinne der bisherigen Erfolge weiterführen wird", verkündete Dietz und übergab damit an Kulturamtsleiter Tonio Paßlick, in dessen Ressort das Theater jetzt fällt und den neuen "Theaterleiter" Klaus-Peter Klein.

"Kläusi", wie der aus Kultur- und Fasnachtsgeschehen vielen bekannte Schauspieler und Narrenmeister der oberrheinischen Fasnacht meist sympathisch genannt wird, tritt damit die Nachfolge von Erwin Sütterlin an. Sütterlin hat es geschafft, drei Jahrzehnte lang ein großes, überregionales Publikum für die Dialektkomödien, eigene Produktionen, Gastspiele von Ensembles aus dem Elsass und dem Markgräflerland, Comedy-Solisten, Kabarettisten, Unterhaltungs- und Kleinkünstlern zu begeistern. Seine Motivation zur Fortführung des Theaters präsentierte Klaus-Peter Klein den Gästen dann auch in einem Solo-Vortrag theatralisch anschaulich mit der Beschreibung eines möglichen, nicht erfüllenden Rentnerdaseins zwischen Gartenpflege, Rentnertreffs im Baumarkt und der daraus hervorgehenden Serienproduktion von Vogelhäuschen. Der Vortrag amüsierte nicht nur vorzüglich, sondern überzeugte theatralisch und argumentativ für die künftige Theaterarbeit.

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Klein skizzierte das künftige Programm, das neben dem aktuellen Stück "Häxxeschüss" mit dem Tam-Team, weitere Produktionen mit Einzelkünstlern, einem Zwei-Personen-Stück gemeinsam mit Sandra Trefzer, Gastspielen einer Theatergruppe aus der Region im Herbst, mit Kabarett, Komödie, oder Chanson bieten wird. Die Besucher erwartet ein vielfältiges und breitgefächerte Angebot. mine Akman wird mit Kindertheater als Impro-, Mitmach- und Märchentheater das Programm bereichern.

Emine Akman und Matilda Mara, die bereits in einigen Stücken das Tam-Publikum in der Vergangenheit begeistern konnten, gaben dann auch auf der Bühne direkt eine Szene zur Probe und klärten die Frage, wann, wie und warum jemand ein König ist und welchen Stellenwert eine Königin hat, politische Anspielungen aus aktuellem Zeitgeschehen eingeschlossen.

Erwin Sütterlin reflektierte in seiner Ansprache seine berufliche Vita und wie er zum Theater kam. "Wenn ich das alles auch nur etwas ausführlicher veranschaulichen würde, müsste und könnte ich tagelang erzählen, aber so viel Zeit ist aktuell dafür nicht vorgesehen", sagte der bisherige Theaterchef. Gerafft, aber eindrucksvoll schilderte Sütterlin den Gästen einige Stationen seines bewegten Arbeits- und Theaterlebens. "Aber jetzt will ich meinen Lebensabend genießen und machen, wonach mir ist, schließlich wird man mit 80 Jahren bekanntlich nicht jünger", verabschiedete sich der gelernte Maler, Galerist, Schauspieler und Theatermann unter dem Beifall der Gäste. Beim Apéro hatten die Gäste noch ausgiebig Gelegenheit miteinander zu plaudern und auf die neue Ära anzustoßen.

Autor: Joachim Pinkawa