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21. März 2017

Unterwegs zur Ortsmitte

Haltingen will sein Zentrum neu definieren und gestalten – der Rewe-Markt ist der erste Schritt.

  1. Endlich fertig: Der Rewe-Markt in der Haltinger Ortsmitte öffnet heute seine Pforten. Foto: Lauber

WEIL AM RHEIN. Mit der Einweihung des Rewe-Markts in der Ortsmitte macht Haltingen den ersten Schritt hin zu einem neuen, attraktiven Zentrum, das zahlreiche Funktionen des öffentlichen Lebens verbinden und eine lange vermisste, zeitgemäße Aufenthaltsqualität bringen soll. Der Rewe-Markt dient dabei gewissermaßen als Fixpunkt, um den sich die städtischen Beiträge weiterentwickeln. Dabei steht zunächst die Burgunderstraße im Fokus.

Auslöser der Überlegungen ist freilich nicht der Rewe-Markt, sondern die Veränderung, die mit dem Bau der Bahn-Neubaustrecke einhergeht: Die Heldelinger Unterführung wird verbreitert, die Brücke der Kanderstraße erneuert und um einen Radweg ergänzt, vor allem aber wird der Bahnhof abgerissen und der Zugang zum Bahnsteig somit künftig ganz neu gestaltet. Dass sich die Burgunderstraße mithin zu so etwas wie der Visitenkarte Haltingens entwickeln sollte, hat sich in den seit mehreren Jahren laufenden Beratungen über die Sanierung der Haltinger Ortsmitte daher schon abgezeichnet.

Als dann das Gasthaus Krone aufgegeben und sein Grundstück samt jenem der Esso-Tankstelle frei wurde, um einen Markt zu bauen, fügte sich dies gut in die bisherigen Überlegungen. Der Stadt wäre es zwar lieber gewesen, sie hätte das Areal selbst erwerben und ihre eigenen Vorstellungen umsetzen können. Doch der Grundstückseigentümer Rose setzte sich letztlich durch, zeigte aber auch Bereitschaft auf Wünsche der Stadt einzugehen. So blieben der alte Baumbestand und der Biergarten der Krone erhalten, auch ein Fußweg von der Freiburger zur Burgunder Straße als Verknüpfung von Bus und Bahn wird möglich (siehe weiteren Bericht). Darüber hinaus hat das Dresdener Landschaftsarchitekturbüro Rehwaldt ein Konzept entwickelt, das mit viel Grün entlang der Burgunder Straße ein Band der Gärten etablieren will. Den Bahnsteig soll künftig eine Baumreihe markieren. Mit zum Konzept gehören Kiosk, WC, Taxi- und Kiss-and-ride-Plätze, Radstation für 270 Velos und eine Holzmöblierung, die zum Verweilen einlädt. Die Burgunder Straße soll so zur verkehrsberuhigten Promenade werden, die mit der Heldelinger Unterführung stimmig verbunden wird.

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Das Büro Rehwaldt hat zunächst nur einen Planungsauftrag für die Ostseite der Burgunderstraße. Über die erst später mögliche Realisierung der Bahnhofsseite soll erst später entschieden werden.

Autor: Hannes Lauber