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20. Dezember 2016

Weiler Vietnamesen beten für ihre Heimat

Nach der Messe versammelten sich Katholiken, Buddhisten und ein paar deutsche Gläubige.

  1. Die vietnamesischen Katholiken in Weil beteten dieser Tage für Frieden und die Einhaltung der Menschenrechte in ihrem Herkunftsland. Foto: OUNAS-KRÄUSEL

WEIL AM RHEIN (ouk). Die Gruppe der vietnamesischen Katholiken in der katholischen Gemeinde von Weil betete am 10. Dezember für den Frieden und die Einhaltung der Menschenrechte in ihrem Herkunftsland. Die Spenden, die sie bei der anschließenden Weihnachtsfeier sammelten, wollen sie an die Caritas in der vietnamesischen Diözese Vinh überweisen. Die Caritas unterstütze regimekritische Menschen, die in Haft säßen und ihre Familien, sagte der Vorsitzende Van Toi Nguyen.

Anlässlich des Jahres der Barmherzigkeit in der katholischen Kirche hatten vietnamesische Priester in ganz Deutschland zum Friedensgebet für ihr Land aufgerufen. Nach einer vietnamesischen Messe in der Kirche Sankt Maria in Haltingen versammelten sich daher Katholiken und Buddhisten aus dem asiatischen Land – und auch ein paar deutsche Gläubige – zum Friedensgebet.

"Die kommunistische Partei Vietnams hält weiterhin an ihrem Machtmonopol fest", sagte Van Toi Nguyen bei der Begrüßung. Im Land herrsche Korruption, berichtete er später der Badischen Zeitung. Außerdem würden Künstler, Blogger und andere Menschen, die die Regierung kritisierten, verhaftet oder verschwänden spurlos. Auch Bewohner in der Diözese Vinh seien verhaftet worden, nachdem sie gegen Umweltverschmutzungen geklagt hätten. Diesen Menschen und ihren Familien wolle man mit den gesammelten Spenden helfen.

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In der Bevölkerung von Vietnam ist eine Minderheit von schätzungsweise sechs bis sieben Prozent katholisch. Die meisten Menschen sind Atheisten oder Buddhisten. Seit 1999 pflege die Regierung Kontakte zum Vatikan und seit ein paar Jahren dürfe die Caritas im Land arbeiten, berichtete Van Toi Nguyen.

Autor: ouk