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30. Juni 2012

"Wichtig ist, dass Kreatives dabei ist"

BZ-INTERVIEW mit Schwester Therese Wetzel über Kinderbibeltage und ihren Abschied aus dem Konvent Portiuncula.

  1. Therese Wetzel Foto: Ch. Breithaupt

LAHR. Vor sieben Jahren ist Schwester Therese Wetzel mit ihrem Konvent Portiuncula nach Lahr gekommen. Sie arbeitete als Gemeindereferentin vor allem in der Seelsorge mit Kindern. Im Sommer verlässt sie Lahr, um als Provinzrätin eine Leitungsaufgabe im Kloster Hegne zu übernehmen. Am vergangenen Samstag gab es schon ein paar Abschiedstränen beim letzten Kinderbibeltag, den Schwester Therese betreut hat. Unsere Mitarbeiterin Juliana Eiland-Jung hat sich mit Schwester Therese unterhalten.

BZ: Schwester Therese, worum ging es beim 25. Kinderbibeltag?

Therese Wetzel: Wir hatten das Thema "Freude an der Schöpfung Gottes". Es gab wie immer mehrere Stationen, zwischen denen die Kinder wechseln konnten. Es wurden Schmetterlinge gebastelt, ich habe die Geschichte von Franz von Assisi erzählt, und es wurde auch wieder gebacken. Es ist wichtig, dass immer etwas Kreatives dabei ist und nicht von 10 bis 15 Uhr Bibelarbeit gemacht wird. Ganz wichtig ist es, dass die Kinder Gemeinschaft erleben.

BZ: Welche Kinder kommen denn zum Kinderbibeltag?

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Therese Wetzel: Es waren diesmal nur rund 30 Kinder, weil viele beim Singspiel der Maîtrise vocale mitgemacht haben und deshalb keine Zeit hatten. Wir hatten auch schon Kinderbibeltage mit 70 Kindern. Eingeführt hatte ich die Kinderbibeltage eigentlich, um den Kommunionkindern nach der Kommunion noch ein Angebot zu machen. Aber dann kamen doch jüngere Geschwister mit, und wir laden jetzt Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren ein. Und einige Kinder sagen dann, dass sie selbst mithelfen möchten, das freut mich besonders. Aber auch bei den Erwachsenen ist es kein Problem, Helfer zu finden. Diesmal haben zwei Erzieherinnen von unserem Kindergarten und eine Grundschullehrerin mitgemacht. Und bei den Bibeltagen merken wir seit einem Jahr, seit die Seelsorgeeinheit Schuttertal dazugehört, dass sich vermehrt Kinder aus dem Tal anmelden. Immer wieder sind aber auch evangelische Kinder dabei, die sind uns ebenso willkommen.

BZ: Wie wird es im Herbst mit dem Kinderbibeltag weitergehen, wenn Sie nicht mehr da sind?

Therese Wetzel: Schon nächste Woche kommt eine neue Schwester hier in den Konvent, die aber nicht meine Aufgaben als Gemeindereferentin wahrnehmen wird. Aber natürlich kommt auch eine Gemeindereferentin, und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie die Kinderbibeltage weiterführen wird. Also, ich würde das aufgreifen, wenn ich neu in eine Gemeinde komme.

BZ: Fällt es Ihnen der Abschied schwer?

Therese Wetzel: Doch, natürlich fällt mir das schwer. Die Menschen sind mir sehr ans Herz gewachsen. In der Seelsorgearbeit bekommt man ja vieles mit aus dem Alltag der Menschen in allen Altersstufen. Ich bin aber froh, dass der Konvent hier nicht aufgelöst wird. Und ich freue mich auch auf die neue Aufgabe und habe schon viel Zuspruch bekommen. Aber ich werde Lahr sehr vermissen. Nicht nur die Menschen, auch unsere Katze Minka.

ZUR PERSON: SCHWESTER THERESE WETZEL

Therese Wetzel, geboren 1951 in Schö-nau. Mit 20 Jahren ist sie in den Franziskanerinnenorden "Barmherzige Schwestern vom heiligen Kreuz" eingetreten. Ausbildung zur Gemeindereferentin. Berufliche Stationen in Neustadt, Waldbreitbach (Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft), Freiburg (Diözesanstelle Berufe der Kirche), seit 2005 in Lahr. Lebt zusammen mit weiteren Ordensschwestern im offenen Konvent Portiuncula im ehemaligen Pfarrhaus St. Maria.  

Autor: ej

Autor: ej