Junger Guineer schlägt Mädchen

Wieder Ärger am Bahnhof in Bad Krozingen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 06. März 2018 um 16:04 Uhr

Bad Krozingen

Trotz Bemühungen von Polizei und Stadt zu mehr Präsenz von Sicherheitskräften, kam es erneut zu einem Zwischenfall beim Bad Krozinger Bahnhof. In der Nacht auf Montag traf es ein junges Mädchen.

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde um kurz nach Mitternacht ein 17-jähriges Mädchen im Bereich des Bahnhofes in Bad Krozingen von einem 18-jährigen Mann guineischer Herkunft körperlich angegangen. Dies berichtet die Polizei in einer Mitteilung vom Dienstag Nachmittag.

Das Mädchen flüchtete demnach mit einem Taxi und verständigte über den Notruf die Polizei. Die herbeigerufene Polizeistreife traf den gewalttätig gewordenen jungen Mann bei einer mehrköpfigen Familiengruppe an. Erste Ermittlungen vor Ort ergaben, dass der 18-Jährige ein 10-jähriges afghanisches Mädchen nach Feuer gefragt hatte. Die Sprachbarriere machte dem Mädchen eine Antwort jedoch unmöglich, was den stark betrunkenen Mann aus Guinea offensichtlich so erzürnte, dass er das Kind anschrie. Die 17-Jährige aus dem hiesigen Bereich beobachtete den entstehenden Streit und wollte schlichtend eingreifen. Der 18-Jährige quittierte die Zivilcourage jedoch mit Schlägen, was das Mädchen dazu veranlasste in das nahe Taxi zu flüchten.

Der aggressive und mit über 1,4 Promille betrunkene junge Mann wurde im Anschluss von der Polizei der Örtlichkeit verwiesen. Da er der mehrmaligen Aufforderung nicht nachkam, wurde er in Gewahrsam genommen. Auf dem Weg zum Polizeirevier spuckte der 18-Jährige im Streifenwagen umher und beleidigte die eingesetzten Beamten. Die Polizei Müllheim erstattet unter anderem Strafanzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung. Die Ermittlungen dauern an.

Erst am Montag vergangener Woche hatten Stadt und Kur und Bäder GmbH eine neues Sicherheitskonzept vorgestellt, mit dem im Bereich Bahnhof und Kurpark für mehr Sicherheit und ein größeres Sicherheitsgefühl gesorgt werden soll. Das Konzept sieht unter anderem mehr Präsenz privater Sicherheitskräfte vor.

Zuvor hatte bereits die Polizei im Zusammenhang mit den zunehmenden sexuellen Übergriffen darauf hingewiesen, dass die Lage im Griff sei und sie die Präsenz vor Ort verstärkt habe.