WINTERSPORT

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

Mo, 24. Dezember 2018

Wintersport

SNOWBOARDCROSS

Martin Nörl in Top-Form

Sieben Wochen vor dem SBX-Weltcup am Feldberg fahren die deutschen Snowboardcrosser ganz vorne mit. Beim Weltcup-Auftakt im italienischen Cervinia schaffte es Martin Nörl nach seinem Sieg am Freitag auch einen Tag später aufs Podest. Er wurde Dritter hinter dem Italiener Emanuel Perathoner und dem US-Amerikaner Jake Vedder. Nörl baute seine Führung im Gesamtweltcup durch den dritten Platz auf 1600 Punkte aus. "Es ist wieder megagut gelaufen", sagte der 25-Jährige aus Adlkofen über seine Heats, wie die Einzelrennen im Snowboardcross genannt werden, am Fuß des Matterhorns. "Wir hatten heute wieder extrem schnelle Bretter." Konstantin Schad fuhr auf den sechsten Platz. Paul Berg hingegen, der Boardercrosser des Skiverbands Schwarzwald, vermasselte seinen Start in den Weltcup-Winter. Nach seinem 22. Platz am Freitag fuhr er im Achtelfinale tags darauf mitten in eine Windböe, die ihn vom Kurs abbrachte. Dem 27-Jährigen blieb nur der 41. Rang. Jana Fischer vom SC Löffingen, die Olympia-16. der Spiele in Südkorea, schonte sich nach ihrem Sturz am Freitag und trat am Samstag nicht mehr an. Die Weltelite wird vom 8. bis 10. Februar 2019 im Hochschwarzwald zu Gast sein.

SKICROSS

Eckert 4., Zacher 7.

Acht Wochen vor den Rennen der Skicrosser am Feldberg hat Paul Eckert in Innichen seinen fünften Podestplatz im Weltcup erneut knapp verpasst, die gute Frühform im WM-Winter aber bestätigt. Der 28-Jährige vom WSV Samerberg schaffte es am Samstag in den Südtiroler Dolomiten wie tags zuvor auf Rang vier. Florian Wilmsmann und Tim Hronek waren im Viertelfinale ausgeschieden. Den Sieg holte sich Berry Joos aus der Schweiz. Heidi Zacher vom SC Lenggries steigerte sich im dritten Rennen der Saison und belegte Rang sieben vor ihrer Teamkollegin Daniela Maier aus Furtwangen. Zacher hat in ihrer Karriere in Innichen schon viermal gewonnen, ist nach ihrem Kreuzbandriss vom Januar aber von der Topform noch entfernt. Das Frauen-Rennen gewann Sandra Näslund aus Schweden. Vor der WM folgen Ende Januar noch Skicross-Weltcups in Kanada und Schweden. Vom 15. bis 17. Februar 2019 gehen die Crosserinnen und Crosser dann am Seebuck im Hochschwarzwald zu Tal.

EISKUNSTLAUF

DM ohne Savchenko

Olympiasiegerin Aljona Savchenko war unerwartet doch bei der deutschen Eiskunstlauf-Meisterschaft in Stuttgart erschienen. Allerdings nur, um eine Prüfung für ihren B-Trainerschein abzulegen. Als die Berliner Paarläufer Minerva-Fabienne Hase/Nolan Seegert den Titel gewannen, war die 34-jährige Savchenko verschwunden. Mit Partner Bruno Massot legt sie eine Wettkampfpause ein, um das Olympia-Gold bei Shows zu versilbern. Ohne das Ausnahmeduo, deren gemeinsame Rückkehr auf das Eis ein viel diskutiertes Rätsel bleibt, fehlte der 120. Meisterschaft der große Glanz – und für die EM im Januar in Minsk und der WM im März in Saitama/Japan die Perspektive für mögliche Medaillen.