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27. Juni 2012

"Wir sind da, wo andere hin wollen"

Lörrach und die Region beteiligen sich am Projekt "Frauen mit Zukunft – Region mit Zukunft" für mehr Frauen in Führungspositionen.

  1. Frauen in Führungspositionen auf unterschiedlichen Ebenen: (von Links) Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm, Innocel-Geschäftsführerin Diana Stöcker, Abteilungsdirektorin Ilona Dietz (Sparkasse Lörrach-Rheinfelden. Foto: HöGG/Pfefferle/zvg

  2. Foto: Martin Pfefferle

  3. Foto: Sparkasse

  4. Andrea Lutz, Wirtschaftsförderin im Landkreis Lörrach Foto: Juri Junkov

LÖRRACH. Die Wirtschaft in Deutschland hat Nachholbedarf, weniger Verwaltungen und Universitäten. Das Bundesfamilienministerium fördert unter dem Motto "Frauen mit Zukunft – Region mit Zukunft" regionale Bündnisse für Chancengleichheit. Sie unterstützen in einem auf drei Jahre angelegten Projekt örtliche Unternehmen, Konzepte zur Förderung von Frauen in Führungspositionen zu entwickeln und umzusetzen. Das Lörracher Bündnis ist das einzige in Baden-Württemberg am Projekt.

"Was hier normal ist, ist es anderswo nicht", formuliert Gudrun Heute-Bluhm eine Erfahrung, die in diesem Alleinstellungsmerkmal zum Ausdruck kommt, die sie und Landrätin Marion Dammann aber auch bei Treffen fast überall in der Bundesrepublik machen. Deshalb soll die Teilnahme an diesem bundesweit ausgeschriebenen Projekt von Familienministerin Schröder auch dazu beitragen, die Wirtschaftsregion auch als familiengerecht und deshalb attraktiv für Fachkräfte bekannt zu machen. Die Rathauschefin und die Landrätin sind die Schirmherrinnen des Projekts, Andrea Lutz von der Wirtschaftsregion Südwest die Ansprechpartnerin für interessierte Unternehmen.

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Das Interesse ist groß, der Bedarf, hier weiter zu kommen, vorhanden, stellt Lutz fest. Denn am 19. Juli findet im Rathaus Lörrach eine Auftaktveranstaltung statt, zu der es bereits fast sechzig Anmeldungen gibt, darunter viele Geschäftsführer und Personalentwickler. Dabei wird es auch Workshops geben mit zwei Vertreterinnen der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft, Berlin (EAF). Diese begleitet die Bündnisfirmen auch während der drei Jahre, macht eine Ist-Analyse unter dem Aspekt der Frauen- und Familienfreundlichkeit, gibt Anregungen, hilft bei der Entwicklung von Konzepten und deren Umsetzung. Bisher haben sich auf Ansprache Heute-Bluhms acht Unternehmen zur Teilnahme gemeldet. Der Kreis sei aber für weitere Firmen offen, er entstand sozusagen handverlesen unter dem Druck des Bewerbungstermins der Berliner Ausschreibung. Darunter finden sich etwa Raymond, KBC, die Sparkasse, die Kreiskliniken und die Wohnbau Lörrach. "Wir wollen zeigen, dass in der öffentlichen Verwaltung und in Firmen bei der Förderung von Frauen in Führungskräften hier schon einiges passiert. Wir sind schon da, wo andere hin wollen." Es gehe aber auch darum, die Erfahrungen aus den Betrieben auszutauschen, darum das Bündnis und die Auftaktveranstaltung, so die Lörracher Wirtschaftsförderin Marion Ziegler-Jung. Die Zuzugsregion im Südwesten befindet sich im Wettbewerb mit Regionen. Da sei es wichtig, dass die Wirtschaft im Landkreis als Bündnis für Vereinbarkeit von Beruf und Familie wahrgenommen werde, ergänzt Andrea Lutz.

Auftaktveranstaltung "Frauen mit Zukunft – Region mit Zukunft" am 19. Juli, 11 bis 16 Uhr, Rathaus Lörrach, Anmeldung bei Andrea Lutz, Wirtschaftsregion Südwest, 07621/5500, e-Mail: andrea.lutz@wsw.eu

Autor: Nikolaus Trenz