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09. Februar 2016 09:54 Uhr

IG Metall

Marco Sprengler könnte Nachfolger von Spieß werden

Nach dem Abgang von Hermann Spieß setzt die IG Metall in der Region auf einen Nachfolger aus den eigenen Reihen. Marco Sprengler (39) ist der designierte Geschäftsführer in Freiburg und Lörrach.

  1. Marco Sprengler hat beste Chancen, Nachfolger von Hermann Spieß zu werden Foto: Elisabeth Steffe

Noch-Geschäftsführer Hermann Spieß sagte: "Die Ortsvorstände werden Marco Sprengler als meinen Nachfolger bei der Wahl durch die Delegiertenkonferenz am 15. März vorschlagen." Sprengler ist bislang der zweite Mann hinter Spieß in Freiburg.

Sprenglers designierter Vize ist der bisherige zweite Mann in Lörrach, Thomas Wamsler (52). Die Kooperation der Verwaltungsstellen Lörrach und Freiburg bleibe erhalten, das neue Duo soll also für beide Regionen zuständig sein, so Spieß. Die IG Metall im Raum Freiburg hat eigenen Angaben zufolge 10.800 Mitglieder, in der Region Lörrach sind es 6700.

Die beiden Neuen treten in tiefe Fußstapfen. Hermann Spieß prägte seit 1985 hauptamtlich die Arbeit der Gewerkschaft in der Region. Für viele war er ihr Gesicht. 1987 stieg er zum Geschäftsführer der Verwaltungsstelle Freiburg auf, 2008 übernahm er zusätzlich den Chefposten in Lörrach. Spieß wird im Sommer 2019 in die Rente mit 63 gehen. Bis dahin will er außerhalb der Region junge Führungskräfte in der Gewerkschaft beraten. Zudem hat er eine Altersteilzeitregelung getroffen, um seinen Übergang in den Ruhestand gleitend zu organisieren.

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Stephan Wilcken, der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands Südwestmetall im Raum Freiburg, würdigte Spieß als "harten, aber fairen Verhandlungspartner, der natürlich die Interessen der Gewerkschaftsmitglieder sehr stark im Fokus hat, aber sich auch den notwendigen Zwängen und Argumentationen der Arbeitgeber nur selten verschließt. Die Zusammenarbeit war trotz aller auch politischen Gegensätze vertrauensvoll."

Dass Spieß mit einer Altersteilzeit gleitend in den Ruhestand geht, "sei ein Konzept, das auch für den einen oder anderen Geschäftsführer in unseren Mitgliedsunternehmen interessant sein kann", so Wilcken. In Einzelfällen gebe es das schon – etwa, "wenn ein Geschäftsführer seinen Nachfolger erst gleitend aufbaut, und dann in seinen letzten Jahren im Berufsleben nur noch für Teile des Geschäfts zuständig ist, etwa für einen einzelnen Standort". Wilcken begrüßte es, dass Spieß’ Entscheidung in den Betrieben dazu führen dürfte, dass über die Möglichkeit des flexiblen Übergangs in die Rente verstärkt diskutiert werde.

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Autor: bür