Gemeinde Wittnau fährt jetzt auch mit Strom

Anne Freyer

Von Anne Freyer

Fr, 31. August 2018

Wittnau

Provisorische Zapfsäule und ein E-Auto stehen vor dem Rathaus / Auch private Nutzer sollen tanken dürfen.

WITTNAU. Mit dem Erwerb eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs hat Wittnau einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung getan – davon zeigte sich Bürgermeister Enrico Penthin überzeugt. Ab sofort werden Dienstwege in und um Wittnau mit dem Renault Zoe absolviert, den das Carsharing-Unternehmen Stadtmobil Südbaden empfiehlt.

"Wir befinden uns in einer Zeit des Umdenkens, was den Umgang mit Mobilität, ihre Anforderungen und Möglichkeiten betrifft", sagte Matthias-Martin Lübke, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtmobil Südbaden mit Sitz in Freiburg. Laut Statistik nutzen Carsharing mittlerweile rund 40 Prozent der städtischen Bevölkerung. Nun gelte es, einen wichtigen Schritt weiterzugehen und sich auf den zu erwartenden Übergang vom Verbrennungsmotor zum Elektromotor, auch und gerade in ländlichen Gebieten, einzustellen. Ehrenkirchen hat es bereits vorgemacht und kann von guten Erfahrungen berichten. Seit den 2015 abgehaltenen Energietagen stehe für die Gemeinde fest, dass man in diese Richtung gehen wolle, sagte Penthin bei der Übergabe. Schon früh habe man Kontakt zu Stadtmobil Südbaden aufgenommen, angeregt durch die in anderen Gemeinden schon vollzogene Umsetzung der Idee in die Praxis, und in Lübke einen engagierten und kompetenten Partner gefunden, der kurz das Geschäftsmodell erläuterte. Nach sorgfältiger Prüfung habe man sich mit dem in Rheinfelden ansässigen Energielieferanten Natur Energie zusammengetan, um gemeinsam unter dem Namen "my-e-car-GmbH" die anvisierte klimaneutrale Mobilität voranzubringen. Laut Verlautbarung des Unternehmens mit Sitz in Lörrach gibt es in Südbaden annähernd 30 Standorte mit E-Carsharing.

Die derzeit provisorische Zapfsäule vor dem Wittnauer Rathaus wird, versicherte Penthin, durch eine leistungsfähigere ersetzt. Für eine Aufladung der Batterie werden rund eineinhalb Stunden veranschlagt, an der heimischen Steckdose würde es etwa 28 Stunden dauern. Das Aufladen an der Zapfsäule soll auch für private Nutzer möglich sein.