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28. Januar 2013

Alte Schmiede: Im März gehen Arbeiten weiter

Förderverein hielt seine erste Jahresversammlung ab / Ziel ist, das Nebengebäude soll bis Sommer fertig zu stellen.

  1. Schon einiges ist schon geschafft, doch noch manches ist zu tun: Die alte Schmiede in Mambach wird saniert . Foto: Anja Bertsch

ZELL (jabe). Taten statt Worte ließen die Aktivisten des Fördervereins Alte Schmiede Mambach bei der ersten Generalversammlung der Vereinsgeschichte sprechen: Offizieller Treffpunkt war das neue Bürgerhaus, dann folgte in der benachbarten Schmiede der Tätigkeitsbericht des Vorstandsteams um den Vorsitzenden Rainer Sobiera und Vizevorstand Georg Staudenmayer – gleichzeitig Eigentümer des Anwesens.

Der Verein "Alte Schmiede Mambach" hat es sich zum Ziel gesetzt, das baufällige historische Gebäude am Angenbach wieder auf Vordermann zu bringen, um es als lebendiges Museum, als Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft, als Kunst- und Veranstaltungsraum zu Verfügung zu stellen: "Schmiedevorführungen, Ausstellungen, Feste oder Musikveranstaltungen – da ist viel vorstellbar", schwärmt Vorsitzender Rainer Sobiera.

Erste Probeläufe in Sachen Festaktivitäten gab es mit der Bewirtung am Germanenfest und mit den Aktivitäten zur Einweihung des benachbarten Bürgerhauses.

Bei der Sanierung legen die Akteure großen Wert darauf, den historischen Charakter des Gebäudes zu bewahren. Wo es geht, bleibt die alte Substanz erhalten und wird aufgefrischt: Fenster, Dachziegel oder Gerätschaften und Werkzeuge wie etwa die mächtige Esse in der Mitte des Raumes, der massige Amboss, Winden oder der aus dem Obergeschoss geborgene Kompressor. Wo die alte Substanz tatsächlich nicht mehr trägt, sollen die Neuanschaffungen zumindest im alten Stil daher kommen – Steckdosen etwa, oder Lampen.

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Im vergangenen Sommer packte ein Dutzend Aktiver aus dem Kreis der knapp 40 Vereinsmitglieder kräftig an, um die erste Etappe in Sachen Renovation über die Bühne zu bringen. Insgesamt kamen hier etwa 500 Arbeitsstunden zusammen. Stundenkönig war Werner Radfelder. In erster Linie stand die Erneuerung der Decke zwischen Erd- und Obergeschoss auf dem Plan. Die alte Gipsdecke wurde abgetragen – morsche Balken und der Ruß von Jahrzehnten inklusive. Neue Stahlträger und ein solide Holzkonstruktion wurden eingezogen.

Noch einiges mehr ist zu tun. Der Dachstuhl muss erneuert werden, ebenso Kamin und Fenster. Elektroinstallationen stehen an, Wände müssen verputzt und alte Gerätschaften restauriert werden. "Es ist viel – aber nicht so viel, dass man es nicht schaffen könnte", so Rainer Sobiera. Im März sollen die Arbeiten wieder aufgenommen werden, bis Sommer dann soll das Hauptgebäude weitgehend fertig gestellt sein.

Das Nebengebäude steht für das nächste Jahr auf dem Programm – hier sollen Toiletten und eine kleine Küche für die anstehenden Festivitäten und Veranstaltungen entstehen.

Nach wie vor hoch willkommen sind helfende Hände beim ein oder anderen samstäglichen Arbeitseinsatz. "Das Know How haben wir zum Glück – gefragt ist vor allem Arbeitskraft," so Georg Staudenmayer.

Autor: jabe