Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

12. September 2016 12:27 Uhr

Alte Schmiede Mambach

Mit heißem Eisen ins Bett

Die alte Schmiede in Mambach hatte am "Tag des offenen Denkmals" wieder ihre Pforten geöffnet und weckte Erinnerungen. Rund 400 interessierte Besucher konnten einen Blick hinter die Kulissen der restaurierten Dorfschmiede werfen.

  1. Schmiedehandwerk wurde den Besuchern in der alten Mambacher Schmiede vorgeführt Foto: Paul Berger

Im Museum haben Besitzer Georg Staudenmayer und seine Helfer inzwischen weitere Geräte und Einrichtungen wie beispielsweise eine alte Bohrmaschine sowie den schweren Federhammer auf Vordermann gebracht, der zur Bearbeitung von Eisenteilen verwendet wird. Passend zu den Räumlichkeiten der Schmiede-Werkstatt wurde eine kleine Küche eingerichtet, so dass das Museum inzwischen, wie Georg Staudenmayer berichtete, nun bis auf wenige Kleinigkeiten komplett ist. Lobende Worte gab es von den zahlreichen Besuchern, die am Sonntag den Gruppenführungen folgten um einen Blick in die Räumlichkeiten der einstigen Schmiede und des dazugehörenden Wohnhauses zu werfen.

Besonderes Interesse zeigte eine Besucherin, deren Großvater kurz nach dem Krieg beim damaligen Schmiedemeister Siegfried Gerspacher in die Lehre ging. Seine Schlafstätte hatte der junge Mann auf dem Dachboden, wo es im Winter meist sehr kalt und im Sommer nicht selten recht heiß war. Eine Heizung kannte man damals nicht. Um sich im Winter ein wenig zu wärmen, nahm der junge Mann, so berichtete Georg Staudenmayer, manchmal ein in der Werkstatt erhitztes Stück Eisen mit ins Bett.

Werbung


Großen Zuspruch bei den Besuchern fand dieses Mal auch die gemütliche Kaffeestube, die von den Helferinnen auf der Veranda zwischen Schmiede und Wohnhaus direkt über dem Angenbach eingerichtet war. Dort konnte man sich inmitten einer urig rustikalen Umgebung an einer großen Auswahl selbst gebackener Kuchen und Torten erfreuen. Zu bewundern waren auch viele nette kleine, mit viel Liebe von Kunstschmiedin Silke Bürgin aus der Schweiz gefertigte Handarbeiten. Handwerkliche Arbeiten aus Holz stellte Gerd Gisin aus Häg-Ehrsberg vor.

Autor: Paul Berger