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10. April 2016 17:05 Uhr

Große Leistung des Vereins Alte Schmiede Mambach

Schmucke Zeugin alten Handwerks

Der Verein, der sich um die Alte Schmiede Mambach kümmert, hat schon viel erreicht. Das Denkmal stößt auf großes Interesse.

  1. 1200 Besucher kamen zum Tag des offenen Denkmals in die Alte Schmiede Mambach. Der Verein, der sie restauriert, zog jetzt Bilanz. Foto: Berger

ZELL-MAMBACH. Zählt man alle Stunden zusammen, die von den Helfern des Mambacher Museums "Alte Schmiede" schon erbracht wurden, kommt man auf die stattliche Zahl von 8000. Umgerechnet auf den einzelnen Helfer sind dies rund 333 Stunden, die jeder von ihnen zu dem geglückten Projekt beigesteuert hat. Alleine daran, so der Vorsitzende des Vereins, Rainer Sobiera jetzt bei der Hauptversammlung der Schmiedefreunde, kann man sehen, welche Anstrengungen das ehrgeizige Vorhaben bislang erfordert hat.

Allerdings wollte Rainer Sobiera auch nicht verhehlen, dass das Limit der gezeigten Leistungsbereitschaft bei manchem Helfer erreicht war. Dennoch freuten sich die Mitglieder des Vereins über die gute Resonanz am "Tag des offenen Denkmals" im September vergangenen Jahres. 1200 Besucher, so die Schätzungen der Schmiedefreunde, kamen nach Auskunft von Rainer Sobiera an diesem Tag, um sich in der erstmals geöffneten "Alten Schmiede" umzusehen. Das Ganze glich einem echten Dorffest, an dem neben den Germanen auch viele Mitglieder der Feuerwehr und der Feuerwehrmusik Mambach tatkräftig mitwirkt haben.

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Die alte Dorfschmiede hat sich in ein richtiges Schmuckstück verwandelt. Mit einer eindrucksvollen Powerpoint-Präsentation, zahlreichen Bildern und Zahlen belegte Sobiera die Arbeiten, die bislang geleistet wurden. Neben dem Dach mussten auch Teile des alten Gemäuers, die Decke über der Werkstatt und das einstige Lager vollständig erneuert werden. Ebenso hat man in die alten Fenster 200 neue Glasscheiben eingebaut.

Anhand der von Rainer Sobiera genannten Zahlen lässt sich erkennen, was in der Vergangenheit geleistet wurde. Nahezu 50 Tonnen an alten Materialien mussten abgebaut und umweltgerecht entsorgt werden, davon alleine 35 Tonnen alte Bruchsteine. Bei den Erneuerungen wurden rund 80 Tonnen frisches Material verbaut. Dank dieser umfangreichen Renovierungsarbeiten ist inzwischen aus der Alten Schmiede ein sicherer und interessanter Ort entstanden. "Nichts scheppert und vibriert mehr, wenn ein schwerer Lkw am Haus vorbeidonnert", erklärt Claudia Staudenmayer, die Frau von Besitzer Georg Staudenmayer. Die Schwierigkeit bestand darin, Sicherheitsauflagen und Denkmalschutz unter einen Hut zu bekommen.

Beeindruckt vom Schmiede-Museum zeigte sich auch Staatssekretär Hans-Peter Hoeferlin bei seinem Besuch im September. Seit Dezember 2015 gibt es nun auch zunehmend Anfragen für Führungen. Dass hier viele Geräte und vor allem funktionsfähige Maschinen zu bestaunen sind, ist nicht zuletzt dem früheren Besitzer der Schmiede zu verdanken. "Er war ein richtiger Sammler alter Dinge", so Rainer Sobiera. Vieles wurde inzwischen aufwändig restauriert. Inzwischen entwickelt sich die Schmiede auch zu einem begehrten Treffpunkt für Meetings und Veranstaltungen. Kürzlich waren die Hüruse aus Zell zu Gast, berichtete Sobiera. Inzwischen gebe es auch die Anfrage eines Gastronomen aus Zell, der die Schmiede für eine Weinprobe nutzen will.

Lob für die Schmiedefreunde fand Ortsvorsteher Klaus Wetzel, der die Kassengeschäfte des Vereins führt. Nur dank tatkräftiger Hilfe und eines engagierten Miteinanders der Mitglieder sei das ehrgeizige Vorhaben gelungen. Inhaber Georg Staudenmayer kündigte für Sonntag, 11. September, wieder die Teilnahme beim "Tag des offenen Denkmals" an. Ferner sollen Maschinen restauriert und ein Holzofen beschafft und im Raum der Schmiede aufgestellt werden. Gleiches gilt für einen zusätzlichen Kamin, Elektroarbeiten sowie eine Tür und eine Durchreiche für die Küche. Im Außenbereich sind Putz- und Malerarbeiten geplant.

Wahlen: Einstimmig wiedergewählt wurden neben dem Vorsitzenden Rainer Sobiera auch Jeanette Lacher als Schriftführerin, die Beisitzer Werner Radfelder und Christian Schelb sowie die Kassenprüfer Dieter Rümmele und Sarah Ruf.

Autor: Paul Berger