Zwei Tage lang spannender Sport

Christiane Franz

Von Christiane Franz

Di, 17. Juli 2018

Bahlingen

Gelassene und fröhliche Atmosphäre beim Bahlinger Reitturnier.

BAHLINGEN. Bei sonnigen Sommertemperaturen waren schon am Samstag viele Teilnehmer auf die Bahlinger Reit- und Fahrsportanlage gekommen, um sich in der Dressur, im Springreiten oder Fahren zu messen. Der Sonntag startete mit Gewittern, die sich jedoch bis zum Prüfungsbeginn verzogen. Unter idealen Wetterbedingungen fand das Turnier am Sonntagnachmittag mit dem M-Springen seinen Höhepunkt.

Schon am Samstag waren auch die Zuschauerplätze gut gefüllt. Am Sonntag waren vor allem um die Mittagszeit fast alle Plätze besetzt. Der Vorsitzende Klaus Breisacher dankte vor dem finalen Stechen Sponsoren und Helfern. Dass die DRK-Einsatzkräfte nur wenig zu tun hatten, freute den Turnierleiter besonders.

Mit Gespannfahren, Dressur- und Springreiten sowie Jugendprüfungen war am Samstag auf drei Prüfungsplätzen viel geboten, was für die Veranstalter eine Herausforderung bedeutete. Die Richterin Iris Keller sparte deshalb nicht mit Lob. "Das Turnier war bestens vorbereitet. Gerade der Samstag mit sehr hohen Teilnehmerzahlen verlief reibungslos", so Keller, die beim Turnier auch als Landeskommissionsbeauftragte Reiten fungierte.

Allerdings hat das auch seinen Preis. "Das Turnier bringt uns an die Grenze. Die Anforderungen werden immer größer. Wenn man wenig bietet, ist man schnell weg", sagte Breisacher gegenüber der BZ. Rund 70 Helfer waren in mehr als 100 Schichten im Einsatz, um für den sportlichen Ablauf und die Bewirtung zu sorgen. Schon im Vorfeld war die Anlage von den Mitgliedern auf Vordermann gebracht worden.

Auch diesmal hatte der Verein im Vorfeld in die Turnierplätze investiert. Der große Rasenplatz wurde mit einer speziellen tiefwurzelnden Rennbahn-Grasmischung eingesät. Eine frische Auffüllung erhielten der Sandboden des Dressurvierecks in der Reithalle sowie des Abreitplatzes Springen. Der neue Abreitplatz für die Dressur war erst kurz vor dem Turnier fertiggestellt.

Wie jedes Jahr überreichte Bürgermeister Harald Lotis persönlich in der entsprechenden Springprüfung den Preis der Gemeinde an Sieger und Platzierte. In Springen, Dressur und Fahren waren auch Sportler aus den eigenen Reihen am Start.

Ein großes Lob sprachen die meisten Teilnehmer dem organisierten Parken aus, bei dem Helfer die Transportgespanne in die verschiedenen Parkplätze einwiesen. Die aus Sicherheitsgründen veränderte Parksituation nahmen Reiter und Fahrer gut an. Möglichst kurz und vom allgemeinen Zuschauertrubel abgeschirmt waren die Wege zu den Vorbereitungs- und Prüfungsplätzen.

Erstmals gab es auch eine kleine Gewerbeausstellung rund um Pferde- und Stallbedarf. So waren beispielsweise die professionellen Fotos des Multimedia-Studios Dirk Flotow aus Deißlingen bei den Springreitern begehrt. Tierergänzungsfutter, Handgemachtes rund ums Pferd oder die neuesten Modelle von Zugfahrzeugen sowie Traktoren und Hofhelfer von verschiedenen Herstellern konnten besichtigt werden. "Das Angebot wurde gut angenommen. Mit dem Wetter hatten wir ein Mordsglück. Was mir gefiel, war die äußerst gelassene und fröhliche Atmosphäre bei den Gästen, die auch Wartezeiten in Kauf nahmen", bilanzierte Rechner Mario Tarasi, der für den gastronomischen Bereich zuständig ist. Das erweiterte Speisenangebot, das den heißen Temperaturen Rechnung trug, kam bei Besuchern wie Teilnehmern gleichermaßen gut an.