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27. März 2009 16:39 Uhr

In der Offenburger Baden-Arena steigt eine Riesenparty

Abi-Feier mit 6000 Besuchern

In der Baden-Arena in Offenburg steigt am 25. April die wohl größte deutsche Abi-Party. Die Veranstalter rechnen mit Abiturienten aus 29 Ortenauer Schulen und mit bis zu 6000 Besuchern.

  1. Sebastian Fischinger und David Ghassemi, die Organisatoren der ersten Ortenauer Abi-Nacht. Foto: Gertrude Siefke

OFFENBURG. Die womöglich größte Abi-PartyDeutschlands soll am 25. April in der Baden-Arena steigen: 29 Gymnasien aus dem gesamten Ortenaukreis wollen sich an der Mega-Fete beteiligen, gerechnet wird mit 6000 Besuchern auf 4887 Quadratmetern. Gertrude Siefke hat sich mit den Veranstaltern, dem Fachinformatiker Sebastian Fischinger (22) und dem Grafiker David Ghassemi (22), unterhalten.

BZ: Denken Sie eigentlich gern an Ihre eigene Abi-Fete zurück?
Sebastian Fischinger: Ich habe gar kein Abi.
David Ghassemi: Ich auch nicht.
Fischinger: Wir hatten aber beide eine Abschlussfeier. Der Schulabschluss ist so einmalig im Leben wie die dazugehörige Party. Leider waren unsere Abschlussfeiern damals in einem kleineren Rahmen, als es Extrabi sein wird.
BZ: Wie entstand denn die Idee zu Extrabi?

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Fischinger: Wir betreiben ein Internet-Portal für das Nachtleben in der Ortenau, fotografieren die Gäste in den Diskotheken und stellen die Bilder ins Internet. So haben wir vor allem viel Kontakt zu den Jugendlichen; eine Party für und mit ihnen zu veranstalten lag für uns auf der Hand. Nach Partys in verschiedenen Discotheken gab es mehrere Anfragen, doch mal eine Abi-Party zu organisieren. Aus der Idee einer Party für Offenburg wurde eine für die ganze Ortenau. Das Konzept wurde mit Vertretern der Abiturienten-klassen entwickelt. Mittlerweile dürfte jedes Gymnasium in der Ortenau mitfeiern.
BZ: Wie sind Sie auf den Termin gekommen? Das Mündliche folgt ja erst auf die Party, für den einen oder anderen Partygast könnte es also noch ein böses Erwachen geben...
Ghassemi: Theoretisch schon, das stimmt. Der Vorschlag kam von Seiten der Abiturienten. Wunschtermin war der 5. April, gleich nach der letzten schriftlichen Prüfung. Wegen des Nato-Gipfels haben wir davon abgeraten. Der nächste mögliche Termin war dann der 25. April.
BZ: Worauf legen Sie bei der Veranstaltung Wert?
Fischinger: Zum einen, dass die Wünsche der Abiturienten berücksichtigt werden, zum anderen, dass es eine Party für alle Abiturienten wird.
BZ: Was kann denn reizvoll für einen Abiturienten aus Achern sein, mit Leuten aus Ettenheim zu feiern?
Ghassemi: Wir haben festgestellt, dass sich viele Leute untereinander kennen. Selbst wenn sie verschiedene Gymnasien besuchen, kommen einige aus demselben Ort. Da bietet sich eine große Party für alle an. So riesig ist die Ortenau dann doch wieder nicht.
BZ: Sie scheinen eine richtige Marktlücke entdeckt zu haben!
Fischinger: Na ja, so neu ist die Idee nicht; etwas Ähnliches gibt es schon in anderen Städten. Jedoch dürfte unserer Abi-Nacht von der Größe her ganz vorne sein. Google-Recherchen bestätigen: Es gibt keine größere Fete.
BZ: Und was kostet der Spaß?
Ghassemi: In Absprache mit den Abiturienten haben wir uns auf zehn Euro geeinigt. Darin enthalten ist zum einen der Eintritt, zum anderen der Bustransfer, den wir für über 140 Haltestellen in der Ortenau einrichten werden
BZ: Und was wird so geboten?
Fischinger: Neben Catering, Cocktailbars, Promobars, einem Oktoberfestbereich, einer Lounge-Area und einem Weindorf werden professionelle Fotoshootings mit Fotodirektdruck, Gewinnspiele, die Fahrt mit einer Stretchlimousine und das Synchron-Bullriding von "Schlag den Raab" angeboten. Auf zwei Floors laufen verschiedene Musikstile: Rockmaster B und DJ Hardy vom Radiosender bigFm zum Beispiel werden auflegen und für die richtige Stimmung sorgen.
Ghassemi: Wir wollen jährlich eine solche Veranstaltung mit den Abiturienten planen.
BZ: Läuft denn der Vorverkauf?
Fischinger: Ja, rund 4000 Tickets dürften schon weg sein. Wir rechnen mit einem ausverkauften Haus.
BZ: Bleibt denn für Sie auch etwas übrig – finanziell?
Ghassemi: Es dürfte gerade so aufgehen. Das Eintrittsgeld fließt in die Technik, die richtig geile Lasershow und die Busse. Andere Aktionen, die für diesen Abend geplant sind, sind ebenfalls schon gebucht. Am Catering verdienen wir nichts. Darum kümmert sich die Messe, um andere Bereiche kümmern sich unsere Partner; die Zusammenarbeit läuft sehr gut und aufgrund der Kooperation liegen wir super im Zeitplan. Für uns ist die Veranstaltung eine gute Werbung.
BZ: Das G8 bringt es mit sich, dass nicht alle Abiturienten volljährig sind. Wie sieht es denn aus in Sachen Jugendschutz?
Fischinger: Wir haben mit der Stadt Offenburg Maßnahmen besprochen. Der Jugendschutz wird eingehalten. Die Jugendlichen unter 18 Jahren werden kein Bändel tragen, damit sie leichter zu erkennen sind. Um 0 Uhr ist für sie dann Schluss, was zuvor per Durchsage bekannt gegeben wird.
BZ: Müssen Lehrer draußen bleiben?
Ghassemi: Nee, natürlich nicht. Es gab auch schon Lehrer, die Tickets gekauft haben.

Extrabi: Samstag, 25. April, Einlass ab 20 Uhr, http://www.extrabi.de

Autor: ges